Weiterlesen" /> Weiterlesen" /> ?>

Wegen ständiger Vergleiche mit Friedrich Merz: Pinocchio verklagt das Bundeskanzleramt

Veröffentlicht von El Blindo am

COLLODI / BERLIN (dpoi) – Es ist ein juristischer Paukenschlag, der die politische Welt erschüttert. Nachdem die Kriminalpolizei Heilbronn Ermittlungen gegen einen 70-jährigen Rentner aufgenommen hat, weil dieser Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf Facebook als „Pinocchio“ bezeichnete, schaltet sich nun der Namensgeber höchstpersönlich ein.

Wie sein Rechtsbeistand heute Morgen mitteilte, hat die berühmteste Holzpuppe der Welt beim Internationalen Gerichtshof für Märchenfiguren Klage eingereicht. Der Vorwurf: Schwere Rufschädigung durch den ständigen Vergleich mit dem deutschen Regierungschef.

„Mein Mandant ist entsetzt“, erklärte Pinocchios Anwalt, Dr. Grille. „Pinocchio ist eine Figur von Weltruhm, die für eine gewisse – wenn auch unfreiwillige – Transparenz steht. Wenn er lügt, wächst seine Nase sofort. Man sieht ihm die Unwahrheit direkt an. Ihn mit einem Berufspolitiker wie Friedrich Merz zu vergleichen, dessen Mimik sich selbst bei den gewagtesten Versprechen nicht verändert, grenzt an böswillige Verleumdung.“

Anwalt Dr. Grille zusammen mit seinem Mandanten

Besonders der Vorfall in Heilbronn brachte das Fass zum Überlaufen. Dass nun staatliche Ermittlungsbehörden Rentner in den Fokus nehmen, die das „P-Wort“ im Zusammenhang mit Merz benutzen, empfindet die Holzpuppe als „rufschädigende Vereinnahmung“.

Pinocchio fürchtet um sein Erbe. „Früher wussten Kinder: Wer lügt, bekommt eine lange Nase. Heute schauen sie Nachrichten und denken, wer lügt, bekommt das Bundeskanzleramt und ein Privatflugzeug“, so ein Sprecher der Initiative ‚Echtes Holz statt falsche Politik‘.

Aus dem Kanzleramt hieß es derweil kurz angebunden: „Der Bundeskanzler pflegt keine Beziehung zu Marionetten – es sei denn, sie sitzen in der Koalition oder im CDU-Präsidium.“

Die Kriminalpolizei Heilbronn hat unterdessen angekündigt, auch gegen Disney-Figuren zu ermitteln, sollten diese Ähnlichkeiten zu Kabinettsmitgliedern aufweisen. Gerüchten zufolge prüft Dagobert Duck bereits eine Unterlassungsklage gegen einen führenden Unionspolitiker wegen „unbefugten Badens in fremden Goldmünzen“.

Bis ein Urteil fällt, rät das Kanzleramt den Bürgern, bei Facebook-Kommentaren vorsichtiger zu sein. Wer Merz beschreiben will, solle künftig lieber auf Vergleiche mit Fabelwesen verzichten und stattdessen klassische Begriffe wie „Mittelstandsexperte mit zwei Privatjets“ verwenden. Das sei zwar auch satirisch, aber juristisch schwerer zu belangen.

Kategorien: Alltag