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Mansur Bagheri: Wer ist Trumps geheimnisvoller Verhandlungspartner im Iran?

Veröffentlicht von El Blindo am

Mar-a-Lago / Teheran (dpoi) – Während die Weltöffentlichkeit nervös auf die Straße von Hormus blickt, scheint Donald Trump den gordischen Knoten der Nahost-Politik bereits zerschlagen zu haben. „Ich habe den Mann am Draht“, verkündete der Präsident gestern Abend zwischen zwei Gängen seines Well-done-Steaks. „Ein Top-Typ. Sehr mächtig. Trägt die größten Gewänder, die ich je gesehen habe. Wir machen den Deal des Jahrhunderts.“

Doch wer ist dieser mysteriöse „Großajatollah“, mit dem Trump angeblich seit zwei Wochen über die Denuklearisierung und ein Ende aller Feindseligkeiten verhandelt?

Unsere Recherchen führen nicht in den geheimen Sicherheitsrat von Teheran, sondern in eine staubige Gasse des Basars von Teheran, direkt hinter den Stand für getrocknete Limetten. Hier residiert Mansur Bagheri (62). Er ist kein Kleriker, kein Revolutionsgardist und erst recht kein Nuklearphysiker. Mansur verkauft Teppiche. Meistens solche, die ein wenig nach Mottenpulver riechen.

Das Missverständnis begann vor zwei Wochen durch einen simplen Zahlendreher. Trump wollte eigentlich die Nummer eines Immobilienhais in Dubai wählen, landete aber bei Mansur Bagheri, der gerade versuchte, einem schlechtgelaunten Kunden einen synthetischen Seidenteppich für den dreifachen Preis aufzuschwatzen.

„Ich hörte diese laute Stimme am Telefon“, erinnert sich der Teppichhändler, während er an seinem schwarzen Tee nippt. „Er sagte immer wieder: ‚Listen, Your Eminence, I want the big deal. No more drones, just gold.‘ Ich dachte, es sei dieser verrückte Cousin aus Queens, der mir noch Geld schuldet. Also sagte ich: ‚Okay, my friend, for you special price, very peaceful price.‘“

Für Trump war die Sache klar: Wer so selbstbewusst über Preise verhandelt und dabei eine derart „spirituelle Ruhe“ ausstrahlt, muss der wahre Drahtzieher hinter dem iranischen Regime sein.

Mansur Bagheri vor seinem Laden im Herzen von Teheran

 „Der Mann ist brillant“, schwärmte Trump in einem Telefoninterview mit Fox News. „Ich sagte ihm: ‚Hört auf mit den Zentrifugen!‘ Und er antwortete: ‚Die Muster sind handgeknüpft, 500.000 Knoten pro Quadratmeter.‘ Das ist Code, Leute. Er redet über die Anreicherungsrate. Ich habe ihn sofort durchschaut.“

Während das US-Außenministerium verzweifelt versucht zu erklären, dass es im Iran keinen Ajatollah namens Mansur Bagheri gibt, laufen die Verhandlungen auf Hochtouren.

In Washington wächst derweil die Verwirrung. Geheimdienstmitarbeiter berichten von abgehörten Telefonaten, in denen Trump stundenlang über die Vorzüge von Fransenrändern und die Haltbarkeit von Pflanzenfarben debattiert. „Es ist eine völlig neue Form der Diplomatie“, flüstert ein anonymer Berater. „Wir nennen es die Perser-Doktrin. Wenn unser Ansprechpartner sagt, der Teppich müsse noch ‚ausgeklopft‘ werden, bereitet das Pentagon vorsorglich einen Luftschlag vor, nur um dann festzustellen, dass der Iraner lediglich seinem Gehilfen im Hintergrund irgendetwas codiert mitteilen möchte.“

Der „Ansprechpartner“ selbst sieht die Sache gelassen. Er hat Trump bereits völlig unbemerkt drei „limitierte Friedens-Läufer“ (Modell: Tabris-Traum) verkauft, die vielleicht irgendwann im West Wing ausgelegt werden.

„Er ist ein guter Kunde“, sagt Mansur und zuckt mit den Achseln. „Wenn er will, dass ich das Atomprogramm beende, sage ich einfach Ja. Hauptsache, er kauft den großen Perser mit dem Medaillon in der Mitte. Der liegt nämlich schon seit 1998 im Lager.“

Die Welt kann also aufatmen. Ein hoffentlich baldiger Frieden im Nahen Osten hängt an einer hochwertigen Wollmischung aus Teheran.