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Während eines Morgengangs

Veröffentlicht von ORF am

Der Hund führte mich mit Begeisterung aus. Ich ihn eher aus Einsicht in die Notwendigkeit, also innerlich zähneknirschend, da wieder einmal irgendeines von den vielen Scharnieren, die der menschliche Körper so hat, quietschte. Jedenfalls ist dieses Mal ausnehmend wenig passiert.

Zwar hat der Hund seinen eigenen Rekord um zwei W (Würste) übertrumpft – der, so glaube ich, bei 11 W für 30–50 kg schwere Hunde liegt –, aber das Buch der Weltrekorde, dessen Verlegern und Autoren ich umgehend von diesem spektakulären Ergebnis berichtete, will diese Leistung unseres Hundes Alfy nicht berücksichtigen. Voraussetzung wären ein unabhängiger Beobachter (egal welchen Geschlechts, Glaubens oder welcher Hautfarbe) und ein offiziell zugelassener Jurist, der den Bericht des Beobachters notariell (mit amtlich zugelassenem Stempel nebst Unterschrift) bestätigen würde. Ein Fotonachweis wäre ohnehin erforderlich. Es dürfte auch ein Handyfoto sein – aus möglichst vielen Perspektiven, versteht sich.

So ein lieber Hund

Da platzt einem doch der Luftballon in der nachhaltigen Hose. Mein Beinkleid ist natürlich aus Materialien gefertigt, welche das Tierwohl in jedem Fall berücksichtigen. NABU und PETA haben bei Vorzeigen meiner Außenbuchse abgenickt, sie also für geeignet befunden.

Alles Bürokraten, dieses ganze Gesocks. Alfy und ich trainieren jeden Morgen, um endlich in das Guinness-Buch der Weltrekorde aufgenommen zu werden, und dann das. Steine noch und nöcher, die einem da in den Weg gelegt werden.

Kategorien: Alltag