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Begegnungen

Veröffentlicht von ORF am

Selbst mich – der zwar schon einiges mitgemacht hat, wie Begegnungen mit vielen Vogelspinnen bei Regen, verfressenen Alligatoren, die an idyllischen Seen auf unvorsichtiges Futter lauerten, das Umherlatschen im Dschungel, mehrere Absprünge mit dem Schirm aus weit über 1000 m Höhe und, und, und –, kann immer mal was Neues überraschen.

Letzthin – der Hund führte mich Gassi oder war es andersrum, aber ist ja egal – begegnete uns eine Hundeführerin, deren Baujahr in etwa zwanzig Jahre zurückliegen mochte, und eine schwarze Labradöse mit weißem Brustlatz, ungefähr ein Jahr alt und noch total verspielt.

Hundenurse und Dschungelkönig

Als die Lady auf meiner Höhe war, fragte sie, ob sie ihre Hündin von der Leine lassen könne und ob mein Rüde eigenartig reagieren würde. Ich sagte Ja zur ersteren und Nein zur zweiten Frage, da mein Hund den Hundeknigge von vorn bis hinten gelesen hätte und bisher stets zuvorkommend zu Hundedamen gewesen wäre. Sie, die Hundeführerin, käme ja wohl von auswärts, da ich sie noch nie in dieser Gegend gesehen hätte. Sie käme aus Erfurt, antwortete sie, da sie dort bei den Stadtwerken im Tierheim angestellt sei. Vorrangig würde sie sich hauptsächlich um Hunde kümmern. Die Leute, um deren Hündin (in eben jenem Tierheim erworben) sie sich kümmere, wären im Urlaub und hätten sie für teures Geld als Hundenurse engagiert, sozusagen. Sie sittete also das Tier und ist meiner Meinung nach sehr liebevoll mit dem Viech umgegangen. Unser Rüde, schon erheblich älter als die verspielte Labradorhündin, war ebenfalls dieser Meinung und hat die fremde Hundeführerin nicht angeknurrt.