Weiterlesen" /> Weiterlesen" /> ?>

Redaktions-Capybara Barnaby bei Einreise nach Deutschland festgenommen

Veröffentlicht von El Blindo am

FRANKFURT / MARKSCHEID (dpoi) – Die Odyssee nimmt kein Ende: Nachdem Barnaby, das langjährige Redaktions-Capybara der „Markscheid am Mittwoch“, am Pool einer türkischen Fünf-Sterne-Pensionsanlage wegen unbefugten Tiefenentspannens vorübergehend festgenommen worden war, sollte seine Rückkehr nach Deutschland die erhoffte Rettung bringen. Doch bei der Passkontrolle am Flughafen Frankfurt am Main schlug die deutsche Bürokratie unerbittlich zu.

Direkt nach Verlassen der Gangway wurde der Nagetierexperte für Kaffeeküchen-Moral und Online-Lektorat von einer Spezialeinheit der Bundespolizei umstellt. Grund für den Zugriff: Ein dringender Tatverdacht wegen „systematischer Sabotage der deutschen Arbeitsmoral durch exhibitionistische Flachatmung“ sowie „unbefugten Führens eines extrem niedrigen Ruhepulses im Bundesgebiet“.

Barnaby zurück in Deutschland

„Der Beschuldigte wies bei der Grenzkontrolle einen Herzschlag von lediglich 32 Schlägen pro Minute auf“, erklärte Sprecher Heinz-Dieter Gründlich von der Bundespolizeidirektion Frankfurt. „In einer Phase, in der das Land vor wirtschaftlichen Herausforderungen steht und Leistungsträger händeringend gesucht werden, stellt ein derart demonstrativer Zustand der Reglosigkeit eine akute Bedrohung für den öffentlichen Frieden und die nationale Arbeitsdisziplin dar.“

Augenzeugen im Terminal 1 berichteten von dramatischen Szenen. Barnaby habe auf die Aufforderung, unverzüglich Hektik auszustrahlen oder wenigstens nervös auf die Uhr zu schauen, lediglich mit einem stoischen Blinzeln und einem leisen Kauen auf einem mitgebrachten Selleriestängel reagiert. Selbst die Drohung mit einer sofortigen Steuerprüfung ließ das Tiefenentspannungs-Nagetier völlig kalt.

Redaktions-Capybara Barnaby bei der Festnahme in Frankfurt

Die Redaktion der „Markscheid am Mittwoch“ zeigte sich fassungslos über das Vorgehen der Behörden. „Barnaby wollte nach den Vorfällen in Antalya lediglich an seinen Arbeitsplatz zurückkehren, um den Redaktionskaffee zu überwachen und Kommasetzungsfehler in Online-Artikeln zu belächeln“, so der Chefredakteur. „Ihm jetzt ein ‚aggressives Chillen‘ zur Last zu legen, ist eine völlig verfehlte Interpretation seines Wesens.“

Derzeit sitzt Barnaby in einer Untersuchungshaftzelle der Bundespolizei. Ersten Berichten zufolge soll er dort bereits die Justizvollzugsbeamten durch bloßes Ansehen so nachhaltig beruhigt haben, dass der gesamte Schichtwechsel um zwei Stunden verzögert wurde.