Große Pyramide von Gizeh in sich zusammengefallen!
GIZEH / MARKSCHEID (dpoi) – Es sollte der Höhepunkt einer Bildungsreise werden, doch es endete im größten bauhistorischen Debakel seit dem Turmbau zu Babel: Die Große Pyramide von Gizeh – über 4.500 Jahre lang Symbol ägyptischer Baukunst und Ewigkeit – ist heute in sich zusammengefallen. Ursache war nach ersten Erkenntnissen der Ägyptischen Antiquitätenbehörde kein Erdbeben, sondern der Urlaub des deutschen Pilssachverständigen Hans Wurst.
Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen. Wurst, bekleidet mit atmungsaktiven Trekkingsandalen, Funktionssocken und einer beige-farbenen Anglerweste, hatte trotz mehrmaliger Warnschilder („Do not touch“) den Versuch unternommen, sich für ein Erinnerungsfoto an einer der tragenden Granitsteinschichten abzustützen.

Hans Wurst im engen Kontakt mit Beamten seines Urlaubslandes
„Ich wollte mich nur kurz anlehnen, um die Sandale nachzuschnüren. Das Wetter war sehr drückend“, verteidigte sich Wurst später gegenüber den Einsatzkräften. „Dass dieses alte Bauwerk nicht einmal die statische Belastung eines soliden mitteleuropäischen Bürgers aushält, spricht nicht gerade für das ägyptische Handwerk der IV. Dynastie.“
Experten vermuten, dass die Kombination aus Wursts rhythmischem Auftreten im Nordic-Walking-Schritt und dem unglücklichen Hebelwirken seines 18-Kilo-Fotorucksacks das fragile Gleichgewicht der Cheops-Pyramide nach Jahrtausenden endgültig erschüttert hat.
Besonders brisant: Hans Wurst war nicht alleine unterwegs. In seiner Begleitung befand sich Barnaby, das Redaktions-Capybara der „Markscheid am Mittwoch“.
Während Wurst dank der Intervention des deutschen Konsulats vorerst im Hotel eingesperrt wurde, griffen die Kairoer Sicherheitskräfte bei Barnaby hart durch. Das Tieflandwasserschwein wurde von Spezialeinheiten noch am Schuttberg umstellt und festgenommen.

Barnaby bei der Festnahme
Die Vorwürfe der ägyptischen Staatsanwaltschaft wiegen schwer: Beihilfe zur Zerstörung von Weltkulturgut und illegaler Verzehr eines historischen Papyrus-Busches nahe dem Eingangsbereich.
Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin heißt es, man stehe in engem Kontakt mit Kairo. Bundeskanzler und Außenministerium versuchen sich bereits an einer einvernehmlichen Lösung. Vorgeschlagen wurde unter anderem, dass das deutsche Technische Hilfswerk (THW) die Pyramide mit Leichtbeton und Rigipsplatten bis zum nächsten Jahrtausend wieder aufbaut – natürlich unter strikter Einhaltung der DIN-Normen für Großbauprojekte.
