Die Markscheider Brücken sind sicher

Veröffentlicht von MCT am

Noch tief erschüttert von den Ereignissen in Genua trat heute Markscheids Bürgermeisterin Beate Crohn-Corque in Begleitung von Stadtbaurat Dr.-Ing. Holger Feiffenimwallde vor die Presse. Von der Pressekonferenz berichtet MCT:

„Ich bin in der glücklichen Lage, Ihnen mein Ehrenwort geben zu können, dass die Markscheider Brücken alle sicher sind, egal wie alt sie sind.“, führte die Bürgermeisterin direkt in das Thema ein. „Da ich aber natürlich keine Fachfrau bin, gebe ich gleich an Herrn Stadtbaurat Dr. Feiffenimwallde weiter, der Ihnen das als Bauingenieur mit langjähriger Berufserfahrung besser erläutern kann.“

Dr. Feiffenimwallde war gut vorbereitet und erläuterte in einem viereinhalbstündigen Lichtbildvortrag die Vorgehensweise und die Ergebnisse der eiligst durchgeführten Stabilitätsuntersuchungen an den 3 Markscheider Brücken. Zuerst drückte er sein Bedauern über den Zusammenbruch der genuesischen Brücke aus und sein Mitgefühl gegenüber den Angehörigen der Opfer. Eine solche Katastrophe hätte niemals geschehen dürfen.

Mit chemischen, akustischen, optischen, molekularbiologischen, neurophysiologischen, olfaktorischen und last but not least röntgenchromatographischen Untersuchungsmethoden haben seine Mitarbeiter jeden Zentimeter einer jeden Brücke untersucht und dabei unter Hochdruck Tag und Nacht gearbeitet. Selbst ein Seismometer sei zum Einsatz gekommen. Nicht den kleinsten Riss oder Ermüdungsbruch habe man finden können. Besonderes Augenmerk haben Feiffenimwallde und sein Team dabei auf die Siffetalbrücke am Autobahnzubringer zur A1 gelegt und diese besonders intensiv untersucht, da der Schwerlastverkehr, der tagtäglich in nicht enden wollenden Strömen über die Brücke rollt, eine besondere Belastung darstellt. „Das leiseste Knacken hätten wir gehört, aber da war nichts.“, betonte Feiffenimwallde.

Die Siffetalbrücke vor der statisch-dynamisch-erosiven Prüfung

Messdaten von Dr. Feiffenimwallde ergeben: Die Brücke ist sicher

 

Hier sehen wir die Siffetalbrücke nach den aufwändigen Testverfahren. Nicht das leiseste Knacken. Stabil und zuverlässig seit 1657

Die Straßenbaufirma Friedgurd Teer & Raucher KG, die seit Jahrzehnten mit Straßenbaumaßnahmen in Markscheid beauftragt wird, habe mit einem dreistelligen Millionenbetrag dafür gesorgt, dass die Messergebnisse eindeutig und für jeden klar verständlich ausfallen können. Sie empfiehlt allerdings, künftig die empfohlene Mindestgeschwindigkeit auf der Siffetalbrücke auf 130km/h anzuheben, um diese Brücke möglichst rasch passieren zu können. Auch werde von Vollbremsungen oder allzu abrupten Richtungsänderungen beim Überholen abgeraten.

„In Markscheid wird zuverlässig und stabil gebaut. Sicherheit geht immer vor. Die Bürgerinnen und Bürger Markscheids können völlig beruhigt sein und wie gewohnt morgens zur Arbeit fahren oder ihre Kinder mit dem Auto zum Hort bringen: Unsere Brücken sind sicher sicher.“, so Feiffenimwallde.

„Ich danke welcher höheren Macht auch immer, dass kein Bürger aus Markscheid sich gerade in dem Moment in Genua auf der Autobahnbrücke aufhielt, als diese zusammenbrach. Das erspart uns irgendwelche improvisierten Trauerfeiern in der Stadt, die zur ungeliebten Pflichtübung werden, wo jeder maximal und tief Betroffene den Hinterbliebenen sein Beileid möglichst glaubhaft zum Ausdruck bringen muss.“, äußerte Beate Crohn-Corque sich abschließend. „Selbstverständlich begleiten unser Mitgefühl und unser Bedauern die Bewohner der Stadt Genua und die Hinterbliebenen. Wir sind mit unseren Gedanken bei ihnen.“