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Zuffenhausen reagiert auf schlechte Zahlen: Jetzt kommt der Solarporsche

Veröffentlicht von El Blindo am

Stuttgart/Zuffenhausen (dpoi) –Wie Porsche am Mittwoch mitteilte, hat die Krise den Gewinn im vergangenen Jahr fast vollständig aufgezehrt. Er sank um satte 91,4 Prozent auf „mickrige“ 310 Millionen Euro. Doch jetzt wird reagiert: Begrüßen Sie den neuen Porsche 911 „Helios“!

Das erste, was ins Auge springt, ist das revolutionäre Lackfinish. Die Zuffenhausener Designer haben die klassische Silhouette des 911ers nicht verändert, sondern sie mit tausenden mikroskopisch kleinen Solarzellen tapeziert. Das Ergebnis sieht aus wie eine Kreuzung aus einer verunfallten Statue und einer sehr teuren Dachschindel.

„Wir wollten ein Statement setzen“, erklärt Lars Silizium, Leiter der Abteilung für grenzwertig nützliche Innovationen bei Porsche. „Wenn man mit diesem Auto durch die Münchner Maximilianstraße fährt, blendet man die Passanten durch echte, reflektierte Sonnenenergie. Das ist Nachhaltigkeit, die fast schon wehtut.“

Das Besondere: Der Helios ist so konzipiert, dass er Licht aus jedem Winkel absorbiert. Auch das Licht der Blitzersäulen. „Das Blitzlicht wird direkt in einen 0,002-sekündigen Performance-Boost umgewandelt. So wird Rasen quasi zur Bürgerpflicht für das Klima“, so Silizium stolz.

Was für ein Geschoss!

Die Leistungsdaten sind, gelinde gesagt, atemberaubend, allerdings nur, wenn man Asthmatiker ist. Porsche verspricht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in… nun ja, es kommt darauf an.

An einem durchschnittlichen deutschen Dienstagnachmittag im November, bei leichtem Nieselregen und Bewölkung, beschleunigt der 911 Helios in beeindruckenden 4,5 Stunden auf Schrittgeschwindigkeit. Das optionale „Schattentoleranz-Paket“ (Aufpreis: 14.500 Euro) beinhaltet zwei Praktikanten, die nebenherlaufen und das Auto im Notfall schieben.

Doch Porsche wäre nicht Porsche, wenn sie nicht auch für die Rennstrecke vorgesorgt hätten. Bei wolkenlosem Himmel über der kalifornischen Wüste, exakt zur Mittagszeit, entfaltet die Solarhaut ihre volle Kraft: Sagenhafte 1.200 Pferdestärken. Allerdings nur für die Dauer von 14 Sekunden, bevor das System wegen Überhitzung abschaltet und der Fahrer bis zur nächsten Kernschmelze der Sonne warten muss.

Die legendäre Nordschleifen-Zeit wurde bereits ermittelt: Der Helios umrundete den Nürburgring in rekordverdächtigen 3 Tagen, 4 Stunden und einer Mittagspause. Der Fahrer berichtete, er habe noch nie so viel Zeit gehabt, die Natur zu genießen, während er mit 4 km/h durch die Fuchsröhre raste.

Um Gewicht zu sparen, wurde im Innenraum radikal gekürzt. Es gibt kein Infotainment-System, keine Klimaanlage und keine Servolenkung. All diese Dinge verbrauchen Strom, den das Auto nicht hat. Stattdessen findet der Fahrer auf dem Armaturenbrett eine sehr präzise, analoge Sonnenuhr und einen kleinen Kaktus, der für die „Grüne-Lunge-Atmosphäre“ sorgt.

Das Revolutionärste am Solarporsche ist jedoch das Fehlen eines Ladeanschlusses. „Ein Kabel an ein Auto anzuschließen, ist vulgär“, sagt Lars Silizium. Der Porsche Helios lädt sich, wo immer er steht. Man muss ihn nur parken.

Einfach mal mit 3 km/h über die Autobahn brettern

Für den urbanen Porsche-Besitzer, der eine Tiefgarage hat, bietet Porsche das „Mobile Sun Kit“ an: Einen 40 Tonnen schweren Sattelzug, beladen mit Flutlichtmasten, der dem Porsche hinterherfährt und ihn nachts in der Parklücke beleuchtet, damit er morgens wieder 50 Meter weit fahren kann.

Kritiker bemängeln, dass dies die CO2-Bilanz ruiniere. Porsche entgegnet, dass der Lkw mit E-Fuels betrieben werde, die aus den Tränen enttäuschter Tesla-Fahrer destilliert wurden.

Der Basispreis liegt bei entspannten 349.000 Euro. Lieferzeit: Bis zur nächsten Supernova. Bestellen Sie jetzt und erhalten Sie eine Gratis-Sonnenbrille dazu. Sie werden sie brauchen – wenn auch nur, um nicht erkannt zu werden, während Sie mit 3 km/h auf der Autobahn dahinbrausen.