Die wirklich wichtigen Probleme in Zeiten der Seuche

Veröffentlicht von Ambros Braesius am

Nachdem nun wochenlang dieses Seuchengedöns in den Medien breitgetreten wurde und anstatt den Leuten klipp und klar den Ausgang und die Benutzung von Toilettenpapier zu verbieten, Empfehlungen über Empfehlungen über der Bevölkerung ausgegossen wurden, hat Markscheids Stadtverwaltung nun beschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen.

Es wurde festgestellt, dass viele Hundebesitzer, die ihren Alltag bisher innerhäuslich auf dem Sofa verbracht haben und ihre Hunde auf dem Balkon oder im Keller kacken liessen, seit den Seuchenschutzkontaktverbotsempfehlungsmassnahmen nun mit ihren Hunden vermehrt im Freien angetroffen werden. Das hat für die öffentliche Stadthygiene Markscheids sehr negative Auswirkungen.
Also wurde ein neues Gesetz in die Markscheider Hundeversäuberungsordnung aufgenommen und folgendes Dekret kundgetan:

Aufgrund der sich häufenden Beschwerden über die rasante Zunahme von Hundehaufen auf den Gehsteigen wird folgendes Gesetz erlassen:
Hundebesitzer, deren Hunde mit oder ohne Hundehalter, aber vor allem ohne Pampers draussen herumlaufen, werden mit bis zu 500 Euro gebüsst. Bei Zuwiderhandlungen und Uneinsichtigkeit werden die Hundesitzer/Innen entweder kastriert oder im Wiederholungsfall eingeschläfert.
Nachdem die Markscheider Stadtverwaltung sich intensiv bemüht hat, entsprechende Hygieneausrüstungen zu besorgen und die Hundepampers von der Firma CCG (Crohn-Corque GmgoH*)zu reduziertem Preis von nur € 49.- im 5er-Pack abgegeben werden, ausserdem 32 neue Versäuberungsstationen DIXIDOG® mit günstigen Benutzungsgebühren nach Tageskurs, ebenfalls von der Firma CCG speziell für die Bedürfnisse der Hunde aufgestellt wurden, ist es völlig unverständlich, nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel, dass Hunde immer noch auf Gehsteigen ihre Notdurft verrichten. Wir von der Stadtverwaltung werden mit äusserster Strenge für die Durchsetzung dieser Anordnung sorgen!

Hier ein ausgesucht schönes Exemplar eines Hundekackhaufens auf antikem Kopfsteinpflaster. Wer würde da nicht gern reintreten, wenn es auch anders geht?

Die Polizei wurde zudem mit neuen Schnüffelscannern ausgestattet, die einen Hundekothaufen auf 300m aufspüren, lokalisieren und dingfest machen können.

Das neue Gesetz wurde von der Bevölkerung natürlich mit Begeisterung aufgenommen; insbesondere der Zentralvorstand der Katzenfreunde und – Versteherinnen sprach der Stadtverwaltung für diese Massnahme ein dickes Lob aus.

*Gesellschaft mit ganz ohne Haftung