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Hilfe, die Welt geht unter: Die Berliner Linke will bezahlbaren Wohnraum!

Veröffentlicht von El Blindo am

Kann diesen Wahnsinn denn niemand mehr stoppen?! Die Rede ist von den Plänen der Berliner Linken zur Vergesellschaftung von Wohnungen und zur Begrenzung von Mieten. Wie kann man es ehrlichen, hart arbeitenden Immobilienkonzernaktionären nur zumuten, am Ende des Jahres womöglich gleich mehrere Milliarden weniger Reingewinn einzustreichen? Haben diese Politiker denn überhaupt kein Herz für renditesuchende Großanleger?

Die Kritikpunkte der Experten liegen schließlich glasklar auf der Hand:

  1. „Das kostet Milliarden!“

    Genau, und Geld wächst bekanntlich nicht auf Bäumen – es sei denn, man investiert es in Luxussanierungen und fordert 35 Euro den Quadratmeter, dann wächst es wunderbar. Milliarden für bezahlbaren Wohnraum auszugeben, verstößt gegen das ungeschriebene Berliner Grundgesetz, demzufolge Milliarden ausschließlich für Pannenflughäfen, endlose Großbaustellen oder die Rettung von Banken reserviert sind.

  2. „Dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung!“

    Ein unschlagbares Argument! Denn wer kennt sie nicht, die magische Logik des freien Marktes: Wenn ein Renditefonds einen Altbau kauft und die Mieten verdoppelt, baut er auf magische Weise sofort zehn neue Wohntürme daneben. Wenn die Miete hingegen bezahlbar bleibt, stürzen die Häuser sofort in sich zusammen. Physik für Fortgeschrittene!

  3. Der unfassbare Eingriff ins Privateigentum

    Manche Kritiker sprechen bereits ehrfurchtsvoll von einem Sakrileg. Wenn der Staat ins heilige Privateigentum eingreift, droht der sofortige Kollaps des Abendlandes. Schließlich war es schon immer der Traum der Menschheit, dass fünf DAX-Konzerne die gesamten Grundstücke einer Hauptstadt besitzen.

Gemütliche 180 Quadratmeter in Berlin-Mitte. Werden sich Arbeiterfamilien so eine Wohnung noch leisten können, wenn die Linke regiert?

Aber Moment mal… wie baut man dann bezahlbare Wohnungen?

Gute Frage! Wenn man die Pläne der Linken ablehnt, muss man natürlich eigene, marktkonforme Alternativen präsentieren. Die bewährtesten Methoden der letzten Jahrzehnte stehen parat:

  • Das Prinzip Hoffnung: Wir warten einfach ganz fest darauf, dass der freie Markt aus purer Nächstenliebe beschließt, plötzlich günstige Sozialwohnungen zu bauen. Man muss nur ganz fest daran glauben!

  • Der Wohnraum-Marktzauber: Wir bauen fünf extrem teure Luxus-Penthauses und hoffen, dass der Reichtum so stark nach unten durchtröpfelt (Trickle-Down-Wohnen), dass in den Kellergeschossen automatisch günstige Einzimmerwohnungen entstehen.

  • Kreatives Ausweichen: Wer sich Berlin nicht mehr leisten kann, zieht einfach nach Görlitz und pendelt täglich entspannte drei Stunden pro Strecke mit der Regionalbahn. Das schützt die Rendite der Vermieter und stärkt den ländlichen Raum. Ein doppelter Gewinn!

Oma Renate und Opa Werner haben Angst. Was sollen sie nur mit dem Geld anfangen, wenn sie vielleicht bald weniger Miete zahlen müssen?

Wer braucht schon bezahlbare Mieten, wenn man stattdessen ein wunderschönes, reines Marktgewissen haben kann? Warten wir also beruhigt weiter ab, bis der Markt das Problem von ganz alleine löst – spätestens so 2145.