Silvesterrückblick

Veröffentlicht von Hans Wurst am

Frohe Kunde aus dem Markscheider Klinikum! Gestern konnte der letzte Besucher der Markscheider Silvestergala wohlbehalten zur weiteren Behandlung in ein Fachklinikum verlegt werden. Keiner der Gäste schwebt somit noch in Lebensgefahr.

Die Silvesterfeier 2019 wird wohl für immer in den Geschichtsbüchern der Stadt Erwähnung finden. Dem Organisationsteam um Bürgermeisterin Frau Crohn-Corque ist somit ewiger Ruhm beschieden.

Auslöser des fulminanten Ausgang des Abends war wohl die von umweltpolitischen Gedanken getriebene Entscheidung, die feuerwerksbedingte Feinstaubbelastung gering zu halten, indem man das Feuerwerk erstmals in einer Indoorvariante ausführte. Als Austragungsort wählte man den Großen Saal der Markscheider Stadthalle, im Volksmund liebevoll „Der Unvollendete“ genannt. Neben dem umweltpolitischen Aspekt sollte auch dem Wunsch der linken Stadtratsfraktion nachgekommen werden, bei dieser Veranstaltung an den Angriff der Alliierten auf die Stadt vor genau 75 Jahren zu erinnern. Rückblickend betrachtet ist dies eindrucksvoll gelungen.

Hier die Ansicht des Feuerwerks (Innenansicht der Stadthalle)

Die bauwerksbedingte Einschränkung auf Feuerwerksbatterien mit maximal 35m Effekthöhe tat dem Event keinerlei Abbruch.
Begann der Abend zunächst traditionell mit dem Leeren des barocken Bierfasses aus dem Markscheider Ratskeller und anschließendem Tanz zu immergrünen Melodien wurde pünktlich kurz vor Zwölf alles gezündet, was aus der Insolvenzmasse der umliegenden Ramschläden verblieben war. Ein bisher unerreichtes pyrotechnisches Spektakel, welches biblischen Untergangsszenarien und damit allen Erwartungen gerecht wurde.

Aussenansicht des Silvesterspektakels von weitem am nächsten Morgen

Ob dem Wunsch nach einer Wiederholung der Veranstaltung nachgekommen werden kann, wird nach der demnächst anstehenden Renovierung der Stadthalle entschieden. In diesem Zusammenhang wird darum gebeten, dem Bauplanungsteam möglichst viel Fotomaterial mit Hinweisen zum ehemaligen Aussehen des Gebäudes zukommen zu lassen.