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Wegen anhaltender Dürre: Stadt Markscheid lässt ein Drittel des Fickwalder Forsts abholzen!

Veröffentlicht von Hans Wurst am

Markscheid reagiert konsequent auf die anhaltende Trockenheit: Ein Drittel des Fickwalder Forsts soll kurzfristig abgeholzt werden. Begründung der Stadtverwaltung: Die Bäume ziehen zu viel Grundwasser.

„Wir müssen jetzt Prioritäten setzen“, erklärte ein Sprecher des Rathauses. „Grundwasser ist eine wichtige Ressource. Und die wird derzeit dringend für die Befüllung von Pools  und Gartenfässern der Markscheider Bevölkerung benötigt.“

Immer weg damit

Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass jeder Baum täglich erhebliche Mengen Wasser verbrauche – Wasser, das anschließend der Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung stehe, um beispielsweise den Rasen zu sprengen oder den auf 28 Grad temperierten Pool nachzufüllen.

Besonders betroffen seien daher größere Bäume in der Nähe von Einfamilienhäusern. „Es kann ja nicht sein, dass so ein 80 Jahre alter Baum im Sommer mehrere tausend Liter Wasser zieht, während Familie Müller nebenan schon seit drei Wochen versucht, mit dem tröpfelnden Gartenschlauch das Planschbecken für die Kinder zu füllen!“, so die Stadt.

Blick in eine bessere Zukunft

Um den ökologischen Schaden möglichst gering zu halten, werde das gefällte Holz anschließend „nachhaltig verwertet“. Unter anderem sei geplant, daraus schattenspendende Carports und Grillhütten herzustellen.

Die Stadt betont, dass die Maßnahme ausschließlich dem Umweltschutz diene. Nach Abschluss der Rodung soll deshalb geprüft werden, ob auf der entstandenen Freifläche ein klimafreundlicher Parkplatz  sowie eine Minigolfanlage errichtet werden können.