Nach Besitzanspruch der USA auf Grönland boomt neues Filmgenre: Der Arctic-Western
Hollywood hat schnell reagiert. Kaum hatte ein US-Politiker öffentlich über einen möglichen Besitzanspruch auf Grönland nachgedacht, stand auch schon ein neues Filmgenre fest: Der Arctic-Western. Motto: Der Wilde Norden war schon immer wild, er hatte nur zu wenig Cowboyhüte.
Die Handlung ist stets ähnlich: Ein schweigsamer Einzelgänger reitet nicht mehr in den Sonnenuntergang, sondern stapft entschlossen in den Schneesturm. Statt Revolvern trägt er eine Thermoskanne, statt eines Pferdes ein marodes Schneemobil namens „Freedom“. Die Saloon-Szene wurde ersetzt durch eine Forschungsstation, in der es lauwarmen Kaffee und geopolitische Spannungen gibt.

In Grönland prallen Welten aufeinander
Die Ureinwohner Grönlands werden in diesen Filmen traditionell als weise Eis-Philosophen dargestellt, die in rätselhaften Halbsätzen vor dem weißen Mann warnen:
„Das Eis vergisst nichts.“
Was im Drehbuch meist bedeutet: Gleich bricht ein Gletscher ab. Aus dramaturgischen Gründen.
Typische Dialoge klingen dann so:
„In dieser Stadt ist nicht genug Platz für uns beide.“
„Welche Stadt?“
„Na ja… dieses Eisfeld.“
Auch die ikonischen Duelle wurden angepasst. Man steht sich nicht mehr auf der staubigen Hauptstraße gegenüber, sondern auf einer Eisscholle. Wer zuerst zittert, verliert. Dramatische Close-ups zeigen tränende Augen, wahlweise vor Emotion oder wegen minus 30 Grad.
Streamingdienste sind begeistert. Netflix plant bereits Serien wie Game of Floes, True North Country und Once Upon a Time in Nuuk. Merchandising läuft ebenfalls gut: Fellgefütterte Cowboyhüte, Sporen mit Schneeketten und das Brettspiel „Monopoly: Arctic Edition – Kaufe Grönland, bevor es taut“.
Kritiker sehen im Arctic-Western eine ehrliche Weiterentwicklung des Genres. Früher ging es um Landnahme, Gold und Macht. Heute geht es um Landnahme, seltene Rohstoffe und Macht, nur mit besser isolierten Jacken.