Weiterlesen" /> Weiterlesen" /> ?>

CSU fordert Umbenennung des Gründonnerstags in „Schwarzdonnerstag“

Veröffentlicht von El Blindo am

München (dpoi) Paukenschlag in der bayerischen Landeshauptstadt: Kurz vor dem Osterfest sorgt die CSU-Fraktion für eine semantische Revolution. In einem Eilantrag fordert die Partei, den christlichen Feiertag „Gründonnerstag“ mit sofortiger Wirkung in „Schwarzdonnerstag“ umzubenennen. Damit wolle man ein deutliches Zeichen gegen „linke Ideologien, ökologische Verwirrung und die farbliche Provokation durch die Opposition“ setzen.

Ein Sprecher der Staatskanzlei erklärte die Initiative bei einer Pressekonferenz (natürlich vor einer Wand aus Alpenpanorama und Kruzifixen): „Es kann nicht sein, dass wir im Freistaat jedes Jahr einen ganzen Donnerstag lang kostenlose Werbung für die Grünen machen. Das ist ein unfairer Wettbewerbsvorteil, der direkt aus dem Berliner Elfenbeinturm importiert wurde.“

Die Bürger sind begeistert von der CSU-Initiative

Die CSU argumentiert, dass der Begriff „Grün“ im aktuellen politischen Klima nicht mehr für Hoffnung und Frühling stehe, sondern für „Fahrverbote, Hafermilch-Diktatur und das Ende der Leberkäs-Semmel“. Markus Söder twitterte dazu bereits ein Foto von sich beim Verzehr eines besonders dunklen Krustenbratens mit dem Hashtag #SchwarzStattGrün.

Während die Opposition von „populistischem Unfug“ spricht, reagieren Kirchenvertreter irritiert. Ein Sprecher des Erzbistums wies dezent darauf hin, dass der Name „Gründonnerstag“ eigentlich vom mittelhochdeutschen Wort grinan (weinen) stamme und nichts mit der Farblehre zu tun habe.

Die Reaktion aus der CSU folgte prompt: „Sprachwissenschaftliche Fakten dürfen nicht dazu führen, dass wir die bayerische Seele dem grünen Wahn opfern. Wenn wir weinen, dann höchstens vor Glück über unsere stabile Politik im schwarzen Kernland.“