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Pränatale Ohrlöcher

Veröffentlicht von Hans Wurst am

Die Klinik Markscheid sorgt mit einem ungewöhnlichen Angebot für Aufmerksamkeit: Schwangeren soll dort künftig ermöglicht werden, ihren ungeborenen Kindern bereits im Mutterleib Ohrlöcher stechen zu lassen. Nach Angaben der Einrichtung handelt es sich dabei um ein „präventives pränatales Zusatzangebot“, das darauf abzielt, späteren Ängsten und Stresssituationen im Kindes- und Heranwachsendenalter vorzubeugen.

Ein Sprecher der Klinik erklärte, man reagiere damit auf den Wunsch vieler Eltern, ihren Kindern belastende Erfahrungen zu ersparen. „Das Stechen von Ohrlöchern wird häufig als unangenehm empfunden. Durch eine frühzeitige Durchführung könnten diese negativen Eindrücke vermieden werden“, heißt es in einer Stellungnahme. Technisch sei der Eingriff „minimalinvasiv“ und werde unter streng kontrollierten Bedingungen durchgeführt.

Markscheid steht für Spitzentechnik auch im medizinischen Bereich

Medizinische Fachkreise äußern sich zurückhaltend bis kritisch zu dem Vorstoß.

Auch aus der Öffentlichkeit kommen gemischte Reaktionen. Während einige das Angebot als innovativen Service betrachten, sehen andere darin eine problematische Verschiebung medizinischer Grenzen. Verbraucherschützer fordern eine klare Regulierung und transparente Aufklärung werdender Eltern.

Die Klinik selbst kündigte an, das Angebot zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts zu testen und begleitend auszuwerten.