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Sturmgewehr statt Koks: Warum Europas Drogenkartelle jetzt auf „Sonderposten Ukraine“ setzen

Veröffentlicht von El Blindo am

MARBELLA (dpoi) – Schlechte Nachrichten für den traditionellen europäischen Drogenhandel: Wer heute in der andalusischen Unterwelt etwas auf sich hält, dealt nicht mehr nur mit Kokain. Das Statussymbol der Saison ist lang, ölig, riecht nach Schießpulver und kommt direkt aus dem osteuropäischen Krisengebiet. Laut Recherche deutscher Medien boomt der Schwarzmarkt für ukrainisches Kriegsgerät. Für Europas Drogenbanden gilt das Motto: Warum mühsam weißen Staub schmuggeln, wenn man für wenig Geld ein Sturmgewehr inklusive exklusiver NATO-Munition bekommt?

In den Lagerhallen von Marbella und Malaga herrscht helle Begeisterung über die neue Logistikkette. „Früher mussten wir unsere AK-47 mühsam über dunkle Kanäle aus Südamerika oder dem Westbalkan einfliegen lassen“, berichtet ein anonymer Großdealer, der sich selbst als „Logistik-Experte für alternative Güter“ bezeichnet. „Heute kriegst du spottbillig und schnell ein paar Kisten mit Sturmgewehren und original westliche Hightech-Ausrüstung dazu. Das ist wie die Treuepunkte-Aktion im Supermarkt, nur mit mehr Kaliber.“

Die Lagerhallen krimineller Strukturen füllen sich mit Produkten aus der Ukraine

Bei den europäischen Polizeibehörden sorgt der osteuropäische Import-Schlager dagegen für mäßige Begeisterung. Die Beamten stehen vor einem mittelschweren Ausrüstungsproblem. Wenn die Streifenpolizisten mit einer Dienstpistole und einer zivilen Schutzweste zur Razzia anrücken, während die Gegenseite mit militärischem Großgerät hantiert, das im deutschen Verteidigungsetat erst für 2035 vorgesehen ist, drückt das auf die Stimmung.

„Wir sind gegen dieses Kriegsgerät kaum gewappnet“, heißt es aus Ermittlerkreisen. Intern wird bereits überlegt, ob man die Drogenfahnder nicht einfach mit lautstarken Mahnwachen, scharfen Protestbriefen oder – im Härtefall – mit dem Verweisen auf die Einhaltung der lokalen Lärmschutzverordnung ausstatten soll. Ein Sprecher der spanischen Polizei gab sich dennoch optimistisch: „Wir setzen darauf, dass die Banden Ladehemmungen haben, weil sie die deutsche Bedienungsanleitung für die gelieferten Waffensysteme nicht verstehen.“

Diesen netten Jungs aus Spanien kommt mehr Feuerkraft sicher nicht ungelegen

Die Entwicklung wirft auch Fragen für die Zukunft des Arbeitsmarktes auf. Für den klassischen Drogenkurier reicht der Führerschein Klasse B bald nicht mehr aus – gesucht werden zunehmend Bewerber mit Erfahrung im Kettenfahrzeug-Fahren und fundierten Kenntnissen in der Wartung von Flugabwehrsystemen.