Markscheider Pärchen trotzt den Temperaturen mit eiserner Gemüse-Diät!
MARKSCHEID (dpoi) – Die anhaltende meteorologische Ausnahmesituation mit tropischen Höchstwerten stellt die Bürger Markscheids vor ungeahnte Herausforderungen. Während Ernährungsexperten angesichts der extremen Hitzewelle landesweit zu leichter Kost, kalten Suppen und wasserreichem Obst raten, demonstrieren zwei Markscheider in diesen Tagen auf beeindruckende Weise, was eiserne Selbstdisziplin und strukturierte Haushaltsführung bedeuten. Das Paar Gerda* (53) und Hans-Werner K.* (56) hat den tropischen Temperaturen den Kampf angesagt und eine strikte, kompromisslose Sommer-Diät gestartet.
„Man muss gerade bei diesem Wetter auf den eigenen Körper hören“, erklärt Hans-Werner K. stolz, während er sich im abgedunkelten Wohnzimmer den Schweiß von der Stirn wischt. „Andere schleppen sich bei der Hitze zur Eisdiele. Wir dagegen haben unsere Ernährung komplett auf heimische, leichte Feldfrüchte umgestellt. Uns kommt nur noch Frisches auf den Teller!“

Hier wird einfach nur gesund gekocht
Der Diätplan des Paares liest sich auf den ersten Blick wie das absolute Pflichtprogramm für eine gesundheitsbewusste Lebensweise. Auf dem Speiseplan der beiden stehen ausschließlich kalorienarme Klassiker der vegetarischen Küche:
- Blumenkohl und Kohlrabi als vitaminreiche Basis
- Frische Zucchini direkt aus dem Markscheider Umland
- Erlesene Champignons für den biologischen Eiweißhaushalt
Gerda betont die absolute Strenge, mit der das Paar das Vorhaben durchzieht: „Wir wiegen jedes Gramm Gemüse vorher genau ab. Da gibt es keine Ausnahmen. Disziplin ist in unserem Alter das A und O.“ Dass die Diät im ganzen Haus einen intensiven Duft nach heißem Fett hinterlässt, gehört für das Pärchen zum gesunden Lebensstil einfach dazu.
Um den vitaminschonenden Gemüse-Mahlzeiten die nötige Struktur und Konsistenz für den typisch deutschen Gaumen zu verleihen, greifen die Markscheider auf bewährte Zubereitungsarten zurück. Jedes Stück Blumenkohl, jede Zucchini- und Kolrabischeibe, jeder einzelne Champignon wird vor dem Verzehr einer traditionellen Drei-Teller-Panierung aus Mehl, verquirlten Eiern und einer extradicken Schicht Semmelbröseln unterzogen und anschließend schwimmend in siedendem Frittenfett goldgelb ausgebacken.
„Das Auge isst schließlich mit“, erklärt Gerda fachkundig. „Und die Panade schützt die Vitamine vor der direkten Hitze in der Pfanne. Das ist reine Physik. Für essenzielle Fette wie Omega-3, sorgen dann noch frischer Fisch wie Aal oder Makrele, und Hühnchen in einem knusprigen Bierteig.“

Gerda (53) und Hans-Werner (56) haben alles im Griff
Für die wenigen Salat- und Gemüsesorten, die sich aufgrund ihrer physikalischen Beschaffenheit nicht für eine Panierung eignen, wie etwa Tomaten oder Gurkenscheiben, haben die zwei eine ebenso pragmatische wie konsequente Lösung gefunden: Sie werden im Ofen großzügig mit einer doppelten Schicht fettiger Käsenischung und cremigem Mozzarella überbacken.
„Rohkost verträgt der Magen bei 36 Grad im Schatten einfach nicht“, ergänzt Hans-Werner K. pflichtbewusst. „Durch den geschmolzenen Käse wird das Gemüse quasi vorverdaut und liegt nicht so schwer im Magen.“
Bei so viel kulinarischer Standhaftigkeit im Gemeindegebiet bleibt der Nachbarschaft eigentlich nur eine Wahl, es dem vorbildlichem Zweiergespann gleichzutun, jegliche Bewegung im Freien bis zum Einbruch der Dunkelheit einzustellen und den Erfolg der Diät im kühlen Keller mit einem (oder mehrere) eisgekühlten Caipirinha(s) auszusitzen. Damit auf der Waage – zumindest gefühlt – alles genau so beschaulich bleibt, wie es ist.
*Name wurde von der Redaktion geändert
