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Buckelwal Donny nimmt Kurs auf die Straße von Hormus

Veröffentlicht von El Blindo am

NIENDORF / OSTSEE (dpoi) – Es war die Flucht des Jahrhunderts. Nachdem er tagelang auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand festsaß – die er übrigens selbst als „die schönste, weißeste Sandbank, die je ein Wal gesehen hat“ bezeichnete – ist Buckelwal Donny nun wieder in tieferen Gewässern. Doch wer dachte, der Gigant würde jetzt Ruhe geben, hat die Rechnung ohne sein gewaltiges Ego gemacht.

Augenzeugenberichten zufolge schwamm Donny nicht einfach weg; er hielt eine einstündige Abschiedsrede vor einer Gruppe verwirrter Heringe. Sein Ziel: Die Straße von Hormus.

An der Straße von Hormus blickt alles sehr gespannt auf Donny und die Timmendorfer Bucht

Laut Insidern aus dem Meeresboden-Ministerium ist Donny überzeugt, dass die dortigen Schifffahrtswege „total unfair“ gegenüber amerikanischen – Verzeihung, pazifischen – Säugetieren seien. Er plant, dort eine „große, wunderschöne Wasserwand“ zu errichten, für die der Iran bezahlen soll.

„Niemand kennt sich mit Strömungen besser aus als ich“, soll Donny per Infraschall-Tweet (X-Whale) verkündet haben. „Die Ostsee war ein Desaster. Zu wenig Salz, zu viel Bürokratie. In Hormus werden wir die besten Deals machen. Die Öltanker werden begeistert sein, wenn sie meine Fontäne sehen. Es wird gewaltig.“

Die Behauptungen der Biologen, er sei „gestrandet“ gewesen, bezeichnete Donny als klassische Fake News. Er habe dort lediglich „geparkt“, um die Immobilienpreise an der Lübecker Bucht zu prüfen. „Ich war nicht festgefahren. Ich habe die Sandbank besetzt. Eine friedliche Übernahme. Die Biologen sind voreingenommen und gehören zum ‚Deep Sea State‘“, ließ er über seinen Sprecher, eine orangefarbene Krabbe, ausrichten.

Die internationale Gemeinschaft reagiert besorgt. Ein Sprecher der Vereinten Meere (VM) erklärte: „Wir können einen unberechenbaren Buckelwal mit dieser Reichweite nicht einfach so in eine der sensibelsten Wasserstraßen der Welt lassen.“

Donny kümmert das wenig. Während er mit einer Geschwindigkeit von 15 Knoten Richtung Süden pflügt, hört man nur ein dumpfes, rhythmisches Grollen durch den Ozean hallen.