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Das ‘Politisch-Korrekte-Meinungs-und-Denkverbotsgesetz’

Veröffentlicht von Phacops am

Nach jahrelangen Debatten und dem Unbill, der durch Demonstranten sowie andere Unbotmäßige entstanden ist, hat sich der Gemeinderat gemeinsam mit unserer verehrten Bürgermeisterin, der Frau Crohn-Corque, in einer langen Sitzung hingesetzt, um dem defätistischen Treiben Einhalt zu gebieten.

Anlass waren die Vorwürfe, die gegen Frau Crohn-Corque erhoben wurden (bezüglich angeblicher Einflussnahme sowie Bestechung). Zudem, und das brachte das Fass zum Überlaufen, wurde der Besitzer der Pizzeria El Blindo bezichtigt, teilweise natürliche oder sogar gesunde Zutaten zu verwenden.

Also waren sich einmal alle einig, dass hier etwas Prinzipielles geschehen musste! Und zwar kein Verbot von Versammlungen, Spaziergängen oder das Tragen von unleserlichen Schildern. Nein, diesmal wurde die Wurzel an dem Übel gepackt.

Braucht kein Mensch: Demonstranten

Wie El Blindo in der Sitzung betonte (nachdem sich mehrere der Anwesenden nach Genuss seines Abendsnacks übergeben mussten): “Wir müssen schon bei den Gedanken beginnen. Jeder sollte sich so weit unter Kontrolle haben, dass er schon diese Gedankenverbrechen im Keime erstickt.”
MamM fragte knallhart nach: “Und wie kann der kleine Bürger wissen, was korrekt ist?”
El: “Da leider die meisten Menschen die Gedanken unserer Bürgermeisterin nicht nachvollziehen können, werden wir regelmäßig die zu denkenden Meinungen veröffentlichen.”
MamM: “Aber wie können sie sichergehen, dass diese auch gelesen werden?”
El: “Das ist eine Holschuld.”
Er deutet auf ein Buch von der Größe des New Yorker Telefonbuchs. “Das ist das Inhaltsverzeichnis. Es wird zweimal täglich auf den neuesten Stand gebracht.”
MamM: “Sehr beeindruckend. Aber wer erstellt dieses gewaltige Werk?”
El: “Nun, dafür gibt es die Behörde für korrekte Gedanken und politische Sauberkeit. Zudem sollte sich jeder daran halten, da falsche Gedanken durch entsprechende Maßnahmen bestraft werden können.”
MamM: “Dann werden das auch sicherlich die letzten Penner bei uns machen. Ich danke ihnen für das Gespräch. Nein, nein, ich esse keine der Pizzen. Nein! Hilfe.”
El: “Der Zweifel an der Qualität meiner Pizza ist ein Gedankenverbrechen!”