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Droht ein Ausbruch der Gewalt in der Markscheider Fußballszene?

Veröffentlicht von El Blindo am

Jahrzehntelang liefen die Spiele des 1. FC Markscheid 06 (die „Grashalme”) ohne Schwierigkeiten für die Sicherheitskräfte ab. Weder neben dem Spielfeld, noch gar darauf gab es je irgendwelche bemerkenswerten Szenen. Doch das könnte sich jetzt dramatisch ändern: Die Gründung des Vereins „Ultras Markscheid – Grashalm Supporters e.V.” könnte der Auftakt zu einer Eskalation sein, an deren Ende die furchtbaren Szenen stehen, die wir alle aus den großen Stadien des Landes kennen.

Nach intensiver Recherche unter allen 27 bekannten Fans des 1. FV Markscheid ist es der MamM gelungen, den Kopf der hiesigen Ultra-Szene zu ermitteln und ihn zu einem Gespräch mit uns zu bewegen.

MamM: „Du möchtest, dass wir dich in diesem Gespräch nur Benny nennen und verbirgst dein Gesicht hinter einem übrigens sehr schönen alten Taschentuch. Warum willst du dich nicht mit deinem Gesicht und deinem Namen hinter deine Überzeugungen stellen?”

Benny ist ein echt gefährlicher Typ

Benny: „Ich befürchte berufliche und soziale Nachteile, wenn ich mich hier zu erkennen gebe. Schließlich arbeite ich im Briefmarkenladen vom alten Schörmann in der Bumshagener Straße 17 als Vorsortierer und der würde mich vielleicht rausschmeißen, wenn er von meinem Engagement für die Markscheider Ultras wüsste. Und die Sache mit dem Taschentuch macht mir auch keinen Spaß, da habe ich schließlich gerade erst reingerotzt. Wer soll das jetzt waschen, wo meine Mutti im Altenheim ist?”

MamM: „Benny, warum organisierst du die entstehende hiesige Ultra-Szene?”

Benny: „Erstmal geht es uns um die Kommerzialisierung des Sports. Warum kostet eine Dose Fanta am Spielfeldrand jetzt auf einmal 2,70 Euro? Können sie mir das sagen? Das war doch früher nicht so!

Und dann sehen wir natürlich auch die Identität unseres Vereins in Gefahr, weil ja letztes Jahr der Bernd Scheffer aus Hörde hier zugezogen ist und nun sofort einen Platz im Mannschaftskader bekommen hat.”

MamM: „Aber Scheffer ist unser einziger Torwart, nachdem Arno Bermann in Rente gegangen ist?!”

Benny: „Ja, stimmt. Aber dann ist da noch die Repression am Spielfeldrand durch Ordner und die Polizei …”

MamM: „Die Grashalme von Markscheid 06 haben jetzt neuerdings Ordner?!”

Benny: „Könnte aber noch kommen! Und da sind wir voll dagegen.”

Die Sicht aufs Spielfeld ist nicht bei jedem Wetter gut in Markscheid

MamM: „Letzte Frage, Benny: Müssen wir uns jetzt auf Konfetti, viele Fahnen, Gewalt, Trommeln und Pyrotechnik am Spielfeldrand einstellen, sobald der FC Markscheid spielt?”

Benny: „Für uns als Ultras steht ganz klar das Spielerlebnis im Vordergrund. Gewalt ist nicht unser Ding, auch wenn ich letztes Jahr beim 1:16 gegen die Mannschaft aus Hörde mal außer mir vor Wut eine leere Cola-Dose zerdrückt und dann neben den Mülleimer geschleudert habe. Mein Spitzname ist halt nicht umsonst Bloody Terror.

Aber natürlich stehen wir zum Verein und könnten uns daher vorstellen, alle unsere Feuerzeuge rauszuholen, sie brennen zu lassen und zu schunkeln, sollte der Markscheider Fußballclub jemals wieder ein Spiel gewinnen.”

 

Kategorien: Sport