Weiterlesen" /> Weiterlesen" /> ?>

Jetzt kann sich auch die Linkspartei einen unabhängigen Ministerpräsidenten für Sachsen-Anhalt vorstellen

Veröffentlicht von El Blindo am

Magdeburg (dpoi) – In der aktuellen Krise beschreitet die Linkspartei in Sachsen-Anhalt völlig neue Wege. Nach internen Debatten präsentiert die Partei nun einen überraschenden Kompromissvorschlag zur Wahl des Ministerpräsidenten: Ein „überparteilicher, unabhängiger Versöhnungskandidat“ soll die Landesregierung führen. Die Wahl fiel dabei auf ein echtes Schwergewicht der deutschen Zeitgeschichte: Egon Krenz.

„Wir haben lange nach jemandem gesucht, der sowohl administrative Erfahrung mitbringt als auch völlig frei von aktuellen Grabenkämpfen steht“, erklärte ein Parteisprecher auf einer hastig einberufenen Pressekonferenz. „Egon Krenz ist seit Jahren in keiner aktuellen Fraktion vertreten, parteipolitisch somit völlig ungebunden, bekannter Antifaschist und genießt in gewissen Alterskohorten noch immer einen hervorragenden Ruf als Mann der tatkräftigen Übernahme. Die Bürger haben die Nase voll von langwierigen Koalitionsverhandlungen. Herr Krenz hat bereits 1989 bewiesen, dass er innerhalb von kurzer Zeit nahtlos die Führung eines ganzen Staatsapparates übernehmen kann, ohne dass vorher monatelang sondiert werden muss.“

Bürgernah und erfahren in dynamischer Staatsführung: Egon Krenz, Staatsratsvorsitzender der Herzen

Auch inhaltlich sieht die Partei große Vorteile. Krenz habe fundierte Expertise im Bereich der planmäßigen Wirtschaftsgestaltung, was insbesondere der schwächelnden Infrastruktur im Land zugutekommen dürfte. Zudem verfüge er über bewährte Führungserfahrungen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs, also einem Talent, das man in Magdeburg aktuell gut gebrauchen könne.

Ob Krenz im Landtag eine Mehrheit findet, ist zwar rechnerisch überaus fraglich, doch in der Linkspartei gibt man sich optimistisch. Zur Not, so hieß es hinter den Kulissen, könne man ja auf bewährte Zählmethoden der Vergangenheit zurückgreifen.