Von Strandkörben und Sandburgen
BERLIN (dpoi) – Während sich gewöhnliche Bundesbürger mit einem Klappstuhl auf dem heimischen Balkon begnügen müssen, beweist Deutschlands dienstältester Nachwuchspolitiker Philipp Amthor einmal mehr Gespür für die wesentlichen Fragen der Machtarchitektur. Wie die ZDF-Dokumentation ‚Inside CDU‘ zeigt, ließ sich der 33-jährige Nachwuchs-Konservative einen edlen blau-weiß gestreiften Strandkorb direkt vor sein Büro im Kanzleramt liefern. Ein Schachzug von enormer geopolitischer Tragweite.
Aus gut unterrichteten Kreisen heißt es, dass der Strandkorb nur der erste Baustein einer umfassenden Reform des Regierungssitzes sei. Für das vierte Quartal seien bereits dreißig Kubikmeter feinster Ostseesand für den Balkon eingeplant, um Kabinettssitzungen künftig im Schutz großer, symbolischer Sandburgenbauten abzuhalten – natürlich mit förmlicher Genehmigung nach dem Bundesimmisionsschutzgesetz.

Die Bundessandburg
Ob Amthor seinen Strandkorb jemals für ein Nickerchen nutzen wird, bleibt abzuwarten. Wie gestern bekanntgegeben wurden, soll das schöne Teil zurück in seine Heimat. Doch eines ist sicher: Sollte es im politischen Berlin bald stürmisch werden, sitzt zumindest einer bereits windgeschützt hinter einer Sandmauer.
