
Klimaneutraler Landtag in Markscheid
Endlich geht auch Markscheid neue Wege. So, wie der Zen Buddhist bei seinen Hirnströmen die Nullinie anstrebt, also die totale Leere, haben Markscheids Vordenker sich entschlossen, diesem Beispiel zu folgen. Was gar nicht so einfach ist, wie es tönt. Aber nachdem die Hirnneutralität erfolgreich erreicht wurde, haben die Verantwortlichen der Bürgerversammlung in Markscheid, die sich selbst „Markscheider Landtag“ nennt, einstimmig und im Chor verkündet, ihre eigene Existenz und die des Amtes klimaneutral zu gestalten.
Allen voran die Grünenden werden, nicht nur auf die Fortbewegung per Auto (pfuipfui) oder Fahrrad (pfui – da in der Herstellung viel Energie verbraucht wird) verzichten, nein sie haben ihr gesamtes Leben diesem heiligen Ziel zu widmen.
Wie dereinst die Mönche sich in die Klause zurückzogen und im Gebet verharrten, bis sie verdorrten, oder Teile von ihnen, verzichtet die Avantgarde der Klimakämpfer zukünftig auf jede Form der Energie zur Existenzerhaltung. Sogar der Kondensmilch und dem Kartoffelsparschäler wird entsagt. Zum einen verzichten sie auf den Energieverbrauch durch den Einsatz der Großhirnrinde, das ist der Ort, wo bei manchen Menschen die Denkprozesse ihren Anfang und ihr Ende finden, also alles Unheil beginnt, andererseits werden auch das Kleinhirn und die Muskeln nicht mehr gefordert. In der Ruhe liegt die Kraft, so sagt man und Arbeit macht doch nicht frei, wie kürzlich entdeckt wurde!

So sieht ein vorbildlicher Landtag aus, nachdem das CO2 während 10 Jahren auf 0 runtergefahren wurde. Keine Renovation, der dringend beötigte neue Anstrich wurde ebenfall gecancelt
Also ernähren sie sich von Oberflächenwasser und Grünschnitt, den die Baumschulen und Recyclinghöfe in der Umgebung gerne zur Verfügung stellen. Die Bauern, deren Vieh auf diese Ressource gerne zurückgreifen, wurden natürlich überstimmt. Was aber egal ist, weil deren Viecher eh zuviel furzen.
Durch die Verwendung natürlicher Erdlöcher ohne den Einsatz von künstlichen Wärmemitteln kann das Überleben im Winter heizungsfrei tatsächlich halbwegs klimaneutral gestaltet werden. Was in der Wiege der Menschheit und bei den Affen funktionierte, bevor sie zwecks besserer Übersicht auf die zugigen, dem kalten Wind ausgesetzten Bäume kletterten, kann auch hier und heute in diesem unserem Markscheid nicht falsch sein. „Back to the beetroots!“ wie der Anglizist oder Möchtegernweltläufige und Vielfliegende locker unter die thumben Umweltsäue streut.
Auf Nachfrage der MamM erklärte Herrlein Gundula Keifer-Schnauze, dass sie nur von Luft und Hass lebe. (Da sie merkwürdigerweise eh schon länger keine Liebe mehr empfange, wie sie der MamM schmallippig und mit zusammengepressten Knieen anvertraute, doch das nur am Rande.)
Wir werden die Entwicklung mit warmen Gedanken weiter beobachten, die nächsten Frostnächte wurden schon angekündigt, trotz der Warnungen vor der tödlichen Hitze zu Beginn des April.
P.S.: Das Artikelbild zeigt übrigens Markscheids letzte CO2-Produzenten bei der Arbeit. Lasset uns dieses völlig abartige Bild geniessen, bevor es definitiv auf dem Trümmerhaufen der Geschichte verbrannt und entsorgt wird.