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Markscheid bricht Rekord

Veröffentlicht von Ambros Braesius am

Nach zwei Jahren Epidemie und neu aufgeflammtem Krieg in Europa gibt es endlich auch etwas Positives zu berichten: Wie jedes Jahr hat das Bürgermeisteramt die Kriminalstatistik des Vorjahres veröffentlicht. Und wie wir in den letzten Jahren gesehen haben, nimmt die Zahl der Delikte in und um Markscheid herum kontinuierlich ab. Aber für das Jahr 2021 wurde der absolute Rekord erreicht: Es war DIE SENSATION: 

Es gab 2021 keine Verbrechen in Markscheid! Jedenfalls keine, die erfasst worden sind. In Zusammenarbeit mit dem Kriminalkommissariat wurde diese erfreuliche Statistik präsentiert. Die zwei Todesfälle unnatürlicher Art, von denen hier noch berichtet werden wird, fanden an der Emscher, ganz knapp jenseits der Grenze zu Markscheid statt und wurden aber freundlicherweise dennoch von unserer Kriminalpolizei aufgeklärt.

Dann wurden 2021 zum ersten Mal  keine Drogendelikte erfasst, weil es vermutlich keine gab. Kein Dealen, keine Drogenprostitution, kein Waffenschmuggel, keine Beschaffungskriminalität und kein Aufspüren qualitativ schlechter und gestreckter Drogen mehr. Hier könnte das Markscheider Pilotprojekt der freien Abgabe aller Substanzen (unter staatlicher Aufsicht gegen ein geringes Selbstkostenentgelt natürlich) die entscheidende Rolle gespielt haben.

Es wurden keine Familien-Gewaltdelikte wie Vergewaltigungen, Köpfeeinschlagen, Schwiegermuttervergiftungen oder Kinderarbeit  erfasst. Die Korruption scheint in Markscheid ebenfalls nicht vorzukommen – wie schon in den letzten Jahren übrigens.

Die Bürgermeisterin präsentierte diese Zahlen im Rathaus während einer Pressekonferenz mit sichtlichem Stolz und sagte dazu:

Seit ich im Amt bin, hat sich Markscheids Kriminalstatistik massgeblich und europaweit einzigartig zu einem soziologischen Wunder entwickelt. Seit wir die sizilianischen und süditalienischen Organisationen noch intensiver in den Verwaltungsapparat der Kirche einbinden konnten, herrscht an dieser Front allenthalben Frieden.

Die osteuropäischen und russischen Organisationen haben sich offenbar freiwillig aus Markscheid zurückgezogen, nachdem die letzte Konferenz der Capos („Markscheidtschiks“) in einer ortsansässigen Pizzeria mit einem Massensterben der Teilnehmer geendet hat. Und seit die Triaden und die Yakuza, die Anhänger des extremen Pfades, wie sie sich nennen, in die Verwaltung integriert werden konnten und die Einwohnerkontrolle und das Finanzwesen organisieren, kehrte auch auf dem Gebiet der asiatischen Deliktspezialitäten Ruhe ein. Hier konnte ich persönlich aus meinem Homeoffice in Fidschi sehr gute Kontakte knüpfen.”

(Wartet auf Applaus… kommt nicht)

“Eine weitere Massnahme des Bürgermeisterinamtes hat sich auch positiv ausgewirkt, die Vergehen rund um die Coronamassnahmen wurden zu Nicht-Delikten erklärt; Verletzungen der Maskentragepflicht, wiederholtes und übermässiges Impfen, sowie das mutwillige Anstecken durch Anhusten oder Anspucken der Mitmenschen wurden aus dem Strafgesetzbuch entfernt und als allzu menschliche Kavalierinnnendelikte  (hier zwinkerte die Bürgermeisterin verständnisvoll) eingestuft. Damit konnten 2780 noch hängige Strafverfahren für nichtig erklärt werden, was unsere Justizverwaltung doch sehr entlastet hat. Ebenso wurden Vergehen im Zusammenhang mit übermässigem Alkoholkonsum in Markscheid wie das Fahren in angetrunkenem Zustand, Kneipenschlägereien etc. in den Bereich normaler menschlicher Verhaltensweisen eingestuft und unterstehen somit nicht mehr der Strafjustiz. 

Wir werden aber nicht ruhen und weiterhin daran arbeiten, Markscheid konsequent verbrechensfrei zu erhalten!„

Mit diesen Worten schloss die Bürgermeisterin, winkte den anwesenden Pressevertreterinnen zu und wurde inmitten ihrer schwer bewaffneten Personenschützerinnen von der Bühne geleitet.