Markscheider Bauunternehmer erfindet revolutionären Kleber
Es begann, so berichten Insider, an einem ganz normalen Dienstagmorgen auf einer Baustelle in Markscheid. Während andere noch über Feuchtigkeitsschäden, Lieferengpässe und schiefe Wände diskutierten, hatte Bauunternehmer und selbsternannter „Strukturvisionär“ Rolf-Dieter Klemmholz eine Eingebung: „Warum riecht eigentlich alles auf dem Bau nach gar nichts oder schlimm?“
Nur wenige Wochen später präsentierte er sein Meisterwerk: eine neue Generation von Tapeten- und Styropor-Deckenplattenklebern in den Geschmacksrichtungen – pardon – Duftprofilen:
- Zitrone-Trüffel „Premium Haftkraft Edition“
- Stracciatella-Strawberry-Nut „Deckenkomfort Plus“
- Butterkeks-Keksbutter „Altbau Nostalgie Haftmix“
Die Fachwelt reagierte zunächst vorsichtig. Dann verwirrt. Dann mit leichtem Heißhunger.
Auf einer Pilotbaustelle in Markscheid wurden die Kleber großflächig eingesetzt. Ein Gutachter des Instituts für Bauakustik notierte nüchtern: „Die Haftung ist solide. Allerdings verlassen seit Stunde drei auffällig viele Mitarbeiter die Baustelle mit leeren Dessertgelüsten.“

Der neue Kleber führt Menschen auf der Baustelle zusammen
Ein Trockenbauer berichtete anonym: „Ich wollte eigentlich nur eine Deckenplatte setzen. Plötzlich hatte ich das Gefühl, ich stehe in einer italienischen Eisdiele im Baumarkt.“
Nicht alle sind begeistert. Der Verband klassischer Bauchemiker warnt vor „emotionaler Überladung von Klebstoffen“. Ein Sprecher sagte: „Wenn wir anfangen, Baustoffe nach Nachspeisen zu benennen, verlieren wir jede fachliche Ernsthaftigkeit. Als Nächstes kommt Beton mit Vanillenote.“
Klemmholz selbst weist die Kritik zurück: „Menschen arbeiten besser, wenn sie glücklich sind. Und niemand ist unglücklich bei Butterkeks-Keksbutter.“
Gerüchten zufolge arbeitet er bereits an weiteren Projekten, darunter:
- Estrich „Schoko-Vulkan mit Crunch-Effekt“
- Montage-Schaum „Waldmeister Expanding Foam“, und
- ein spezieller Fliesenkleber „Tiramisu Turbo Fix“.
Besonders für Aufsehen sorgt nun ein neues Pilotprojekt aus der Forschungsabteilung: ein Spezialduft für LED-Wandpaneele in Programmiererkemenaten. Der Produktname: „Nasses Fell – Katzenpisse Edition (Developer Ambient Series)”
Ein interner Testbericht beschreibt die Wirkung so: „Steigert Fokus kurzfristig um 12 %, führt aber nach 20 Minuten zu existenziellen Fragen und der spontanen Erkenntnis, dass man eigentlich nie Informatik hätte studieren sollen.“
Der Hersteller betont jedoch: Es handle sich um „eine bewusst irritierende Duftkulisse zur Simulation realer Produktionsumgebungen“.
Fazit: Markscheid diskutiert. Die Bauindustrie ist alarmiert. Und irgendwo zwischen Dessertkleber und Entwicklerduft stellt sich die Frage: Ob Fortschritt vielleicht einfach nur bedeutet, dass man ihn endlich riechen kann?