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Ostern: Der Hase geht in Rente, das Osternilpferd kommt!

Veröffentlicht von El Blindo am

Bielefeld/Osterhausen (dpoi) Es ist das Ende einer Ära. Nach jahrhundertelanger Monopolstellung im Bereich der saisonalen Eierlogistik muss der Osterhase seinen Posten räumen. Wie die „Internationale Konföderation der Feiertagsfiguren“ (IKF) heute Morgen mitteilte, wird das langohrige Nagetier mit sofortiger Wirkung durch das Osternilpferd ersetzt.

Ein Paukenschlag, der die Schokoladenindustrie erschüttert und die Statik deutscher Wohnzimmerterrassen vor neue Herausforderungen stellt.

„Der Hase war einfach nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Dr. Torsten Trog, Sprecher der IKF. „Wir leben in einer Ära der Diversität. Ein hyperaktiver, dürrer Nager, der unter Burnout-Symptomen leidet und panisch durch Vorgärten flitzt, vermittelt ein falsches Körperbild. Das Osternilpferd hingegen strahlt die nötige Ruhe, Gelassenheit und – seien wir ehrlich – die Masse aus, die man nach dem Verzehr von drei Kilo Marzipaneiern ohnehin selbst besitzt.“

Zudem sei die Performance des Hasen zuletzt „unterirdisch“ gewesen. In Zeiten des Klimawandels und der zunehmenden Bodenversiegelung hätten die Pfoten des Hasen kaum noch Grip auf den Betonwüsten der Vorstädte. Ein zwei Tonnen schweres Nilpferd hingegen setzt klare Akzente: Wo es auftritt, wächst zwar kein Gras mehr, aber das Ei liegt garantiert fest im Boden.

Die Umstellung bringt jedoch einige praktische Änderungen für die Verbraucher mit sich:

  • Versteck-Taktik: Während der Hase diskret hinter Narzissen operierte, setzt das Osternilpferd auf „Radikale Präsenz“. Ein Versteck ist erst dann erfolgreich, wenn das Nilpferd sich im Gartenteich getarnt hat.

  • Nestbau: Ein herkömmliches Nest aus Bast und Gras reicht nicht mehr aus. Experten raten zu verstärkten Betonwannen oder dem Ausheben von Schlammlöchern im Format 4×3 Meter.

  • Die Eier: Statt winziger Wachteleier oder Hohlkörper-Schokolade wird das Osternilpferd ausschließlich massive 50-Kilo-Blöcke aus Zartbitter liefern. „Alles andere wäre im Maul des Lieferanten einfach verloren gegangen“, so die IKF.

Der geschasste Osterhase reagierte verbittert. In einem kurzen Statement vor seinem Bau in der Lüneburger Heide ließ er verlauten: „Sollen sie doch sehen, wie das Vieh durch die Katzenklappe kommt.“

Tatsächlich ist die Frage der Zustellung in Mietwohnungen im dritten Stock noch ungeklärt. Die Schokoladenlobby arbeitet jedoch bereits an einer Lösung: Das „Fallschirm-Nilpferd“, das punktgenau aus Transportflugzeugen über Wohngebieten abgeworfen wird. Die Versicherungskonzerne haben vorsorglich die Prämien für Dachschäden um 400% erhöht.

Der Slogan der neuen Osterkampagne lautet übrigens passend: „Ostern – Diesmal mit Gewicht.“

Kategorien: Ostern