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Stadt Zwickau setzt Zeichen gegen Putin

Veröffentlicht von frcx am

Wer sich Bilder der Kämpfe in der Ukraine anschaut, dem sind sie bestens vertraut: Fotos russischer Panzer mit dem berüchtigten aufgemalten “Z” auf den Seiten. Dieser früher so harmlose Buchstabe steht wie kaum etwas anderes als Symbol für den völkerrechtswidrigen Einfall Putins in der Ukraine. Zeit ein Zeichen zu setzen. 

Das dachten sich auch die Stadtväter von Zwickau. Nachdem man an allen Schulen und öffentlichen Gebäuden bereits blau-gelbe ukrainische Flaggen aufgehängt hatte, sollte als nächstes ein besonderes Zeichen gegen alles Russische gesetzt werden. Leider hatten die Zwickauer bei ihren Städtischen Bühnen keinen russischen Star-Dirigenten unter Vertrag, der medienwirksam entlassen werden konnte, noch war man in der Lage, eine weltbekannte Opernsängerin aufzutreiben, die schon mal im Kreml gesungen hatte und deren Vertrag man vorzeitig lösen konnte.

Autokennzeichen tragen oft verschlüsselte Botschaften. Dieses hier bedeutet “Putin (bleibt Präsident) bis 2065”

Doch dann kam dem Zwickauer Oberbürgermeister der rettende Einfall, mit dem sich die Stadt doch noch einen Platz in der Galerie der politisch Superkorrekten sichert. Weil Aggressor Putin auf die Fahrzeuge und Panzer seiner Invasionsarmee ein “Z” hat malen lassen, verbot die Stadt kurzerhand den Betrieb aller Kraftfahrzeuge, die diesen mit Schande behafteten Buchstaben im Kennzeichen tragen. Ein mutiges Zeichen in einer schweren Zeit! Leider sind nicht alle Zwickauer von der Idee begeistert. Eine Gruppe Klima-Aktivisten, die sich am Montag früh zur Hauptverkehrszeit auf die vierspurige Stadtautobahn geklebt hatte, musste ihre Aktion bereits gegen 11:00 Uhr vorzeitig beenden, weil schlicht kein einziges Auto kam, das man hätte blockieren können. Nicht erklären lässt sich auch, warum die sogenannten “Spaziergänge” seit dem Verbot sprunghaften Zulauf bekommen. Während früher am Wochenende oder am Montag demonstriert wurde, verlagern die “Spaziergänger” ihre Aktivität jetzt auf den frühen Vormittag und den Nachmittag der Werktage. Ein Umstand, gegen den der Oberbürgermeister entschlossen ist, bald ein deutliches Zeichen zu setzen.