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Zweifel am Zweifeln zweifelhaft

Veröffentlicht von Huhu am

Es ist offiziell: Immer mehr Wissenschaftler zweifeln am Zweifel. Eine Studie der Universität Hamburg, die allerdings selbst angezweifelt wird, kommt zu dem Schluss: Der Mensch ist gar nicht verzweifelt. Er verzweifelt lediglich am Zweifel. „Pathologisch betrachtet gibt es den Zweifel gar nicht“, sagt Professor Dr. Horst kog.ni. T. V. Brady Phrenie, der selbst nicht ganz sicher ist, ob er das jetzt so richtig gesagt hat.

„Früher haben wir an Gott gezweifelt, an der Steuererklärung oder daran, ob die Currywurst wirklich aus Curry besteht“, erklärt der Professor und kratzt sich am Kopf. „Heute zweifeln wir am Zweifeln selbst. Das ist die nächste Evolutionsstufe der existentiellen Verunsicherung.“ Auch andere Forschende zweifeln – z.B. an Naturgesetzen. „Stimmen Mathematik, Physik, Evolution?“, „Wie kann es sein, das digitale Daten aus 0 und 1 bestehen, aber mein Kontostand 27846,95€ ist?“ sind nur wenige Fragen davon.

Professor Dr. Horst kog.ni. T. V. Brady Phrenie (52) zweifelt – warum hat er so viele Bücher, ohne überhaupt lesen zu können?

Kriminaltechniker zweifeln inzwischen so stark an ihren eigenen Beweisen, dass Verdächtige regelmäßig in „Zweifelhaft“ landen.

„Ich habe Fingerabdrücke gefunden, aber vielleicht waren es meine eigenen Fingerabdrücke“, gesteht Kommissar Müller. „Vielleicht waren die Abdrücke ja nur metaphorisch. Oder die DNA hat ihre Meinung geändert – und ihr Geschlecht.“

Richter wiederum zweifeln am Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“. In einem aktuellen Urteil hieß es wörtlich: „Im Zweifel für… na ja… irgendwie… oder auch nicht. Nächster Fall!“ Der Angeklagte wurde wieder in Haft freigelassen, weil der Richter verzweifelt versucht hat, am Zweifel zu zweifeln.

Kriminalunterrrat Wasmer (48) zweifelt – hätte er den Verdächtigen mit der blutigen Axt wirklich freilassen sollen?

Das Wort „zweifelsfrei“ soll laut einem Beschluss des Rats für zweifelsfreie deutsche Sprache aus dem Duden gestrichen werden. Allerdings gibt es Zweifel an diesem Beschluss. Die Zweifel an den Zweifeln an dem Beschluss sind wiederum Gegenstand einer Meta-Studie, die gerade angezweifelt wird.

Im Süden Deutschlands (besonders in Bayern) wird „zweifelsfrei“ bereits durch „na ja, mei“ ersetzt. In Sachsen heißt es stattdessen: „Weeß ni, erschtma friemeln. Prost!“

Paare trennen sich, weil sie an der Liebe verzweifeln oder am Körper des anderen, aber dann an der Trennung zweifeln und am eigenen Körper.

Schwester Erika (55) zweifelt – wofür sind eigentlich all die blinkenden Geräte in der Intensivstation, an denen sie jeden Tag arbeitet?

Fußballtrainer erklären nach Niederlagen: „Wir haben nicht verloren, wir zweifeln nur am Ergebnis.“

Der Deutsche Wetterdienst gibt nur noch „wahrscheinlich sonnig, aber vielleicht auch nicht, wer weiß das schon“ heraus.

Lassen Sie sich nicht zu Verzweiflungstaten hinreißen falls Sie nun Zweifel haben und gehen nicht gleich auf ein Helene Fischer oder Ikkimel Konzert, denn im Zweifelsfall sind Sie ein ganz ganz toller Mensch – oder auch nicht.