Nach den USA erhebt jetzt auch der Freistaat Bayern Anspruch auf Grönland
München (dpoi) – Kaum hatten die USA ihr Interesse an Grönland wiederentdeckt, meldet sich nun überraschend auch der Freistaat Bayern zu Wort. Ministerpräsident Markus Söder erklärte auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vor einer überdimensionalen Weltkarte: „Grönland liegt eindeutig nördlich von Bayern und alles nördlich von Bayern war historisch schon immer irgendwie bayerisch.“
Zur Begründung verwies Söder auf mehrere „unumstößliche Fakten“. Erstens ähnele die grönländische Landschaft mit ihren Bergen und Tälern stark dem Alpenraum – „nur halt ohne Kühe, aber die kann man ja nachliefern“. Zweitens sei das Klima ideal für bayerische Verhältnisse: „Kalt, windig und perfekt, um den Zusammenhalt zu stärken.“ Drittens gebe es in Grönland noch ausreichend Platz für neue Biergärten, was laut Staatskanzlei ein „strategischer Engpassfaktor der Zukunft“ sei.

Grönlands Zukunft?
Bereits kursieren erste Pläne zur Integration der Insel. Grönland soll in „Neu-Nordbayern“ umbenannt werden, die Hauptstadt Nuuk in „Nord-Garmisch“. Statt Rentieren seien mittelfristig Lederhosen Pflicht, und das Eishockey-Nationalteam Grönlands soll künftig geschlossen für den FC Bayern, als weiteres strategisches Standbein neben Fuß- und Basketball, auflaufen.
Auch kulturell sieht man große Chancen. „Die Grönländer sagen zwar noch nicht ‚Mia san mia‘, aber das kommt mit der Zeit“, zeigte sich Söder optimistisch. Ein entsprechendes Förderprogramm („Dialekt-Offensive Arktis“) sei bereits in Vorbereitung. Als erstes sichtbares Zeichen bayerischer Souveränität soll auf einem grönländischen Gletscher ein 200 Meter hohes weiß-blaues Rautenmuster angebracht werden, natürlich klimaneutral.
Kritik aus Kopenhagen wies die Staatsregierung entschieden zurück. Man habe Dänemark ein faires Angebot gemacht: Ein lebenslanges Oktoberfest-Abo und einen Maßkrug mit Gravur. „Wenn das kein diplomatischer Durchbruch ist, wissen wir auch nicht“, hieß es aus Regierungskreisen.
Zum Abschluss betonte Söder, es gehe Bayern nicht um Macht oder Rohstoffe, sondern um Verantwortung: „Wenn schon jemand Grönland übernimmt, dann bitte mit Ordnung, Tradition und gescheitem Bier. Und da gibt’s weltweit nur einen, der das kann.“