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Hybrider Wirtschaftskrieg: Deutschland schickt Undercover-Gewerkschafter nach China

Veröffentlicht von Hans Wurst am

Berlin/Peking (dpoi) – Die Bundesregierung hat offenbar eine neue, bislang streng geheime Strategie im internationalen Wirtschaftskonflikt entwickelt: Statt Zölle zu erhöhen oder Exportbeschränkungen zu verhängen, soll China mit einem flächendeckenden Einsatz deutscher Gewerkschafter infiltriert werden. Ziel der Operation „Tarifrunde“ sei es, die chinesische Produktivität nachhaltig zu schwächen. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen zunächst mehrere hundert Gewerkschaftsfunktionäre nach China entsandt werden. Ihre Aufgabe: Betriebsversammlungen organisieren, Arbeitszeitverkürzungen fordern und möglichst viele Ausschüsse gründen.

„Wir müssen dort ansetzen, wo China besonders verwundbar ist: Bei der Arbeitszeit“, erklärte ein Regierungsmitarbeiter, der gerne anonym bleiben möchte. „Wenn wir es schaffen, aus einer 48-Stunden-Woche eine 35-Stunden-Woche mit mindestens sieben Pausen und einem betrieblichen Gesundheitstag zu machen, wäre das ein strategischer Erfolg.“

Die chinesischen Kollegen lieben ihren „Onkel Udo“ aus Langenhagen bei Hannover

Besonders perfide wäre die Einführung des deutschen Mitbestimmungsprinzips. Bereits in den ersten chinesischen Testbetrieben soll es zu erheblichen Verzögerungen gekommen sein. Eine geplante Entscheidung über die Anschaffung neuer Maschinen sei nach zwölf Sitzungen, drei Arbeitsgruppen und einer zweitägigen Klausurtagung noch immer nicht getroffen worden.

Auch das Thema Homeoffice zeigt erste Erfolge. Nach einem Informationsabend unter dem Motto „Mobiles Arbeiten – Menschenrecht oder Standortvorteil?“ sollen mehrere chinesische Beschäftigte spontan beschlossen haben, künftig montags und freitags von zu Hause aus zu arbeiten.

Der chinesische Geheimdienst reagierte alarmiert. „Wir hatten mit Spionen, Sabotage und Industriespionage gerechnet“, erklärte ein Sprecher. „Aber dann kamen sie mit Gewerkschaftern!“

Chinesische Großbetriebe orientieren sich neu

Als besonders gefährliche Waffe gilt inzwischen die Betriebsratsgründung. Experten gehen davon aus, dass ein einziger gut ausgebildeter deutscher Gewerkschafter in der Lage ist, innerhalb von sechs Monaten einen funktionierenden Produktionsbetrieb in eine Struktur aus Betriebsrat, Gesamtbetriebsrat, Einigungsstelle und vier Unterausschüssen zu verwandeln.

Die Bundesregierung weist sämtliche Vorwürfe zurück. „Deutschland führt keinen Wirtschaftskrieg“, erklärte der Regierungssprecher. „Wir unterstützen China lediglich bei der Modernisierung seiner Arbeitswelt.“