Darknetpflicht in Markscheid

Veröffentlicht von Phacops am

Nachdem in bundesrepublikanischen Debatten die Gefährlichkeit des Dunkelnetzes festgestellt wurde, begann auch im Gemeinderat von Markscheid eine längere Diskussion. Schließlich mußte das Wochenende für die  Ratsmitglieder sogar (an einem Freitag!)  auf 12.35 Uhr verschoben werden.

Dr. Kevin-Gernot Krims-Krams von der Christlich Asozialen Partei (CAP) Markscheids stand exklusiv unserer Reporterin Tatjana Turbina-Tupoleva für ein paar Fragen zur Verfügung:

T-T: “Vielen Dank, dass sie uns zur aktuellen Debatte…”
K-K: “Aber doch nicht dafür. Hast du heute Abend etwas Zeit?”
T-T: “Vielleicht. Aber wir wollen doch über die Darknetpflicht sprechen.”
K-K: “Langweilig. Gut, wenn es Ihnen Spaß macht. Also, im Gegensatz zu der Diskussion in der restlichen BRD, haben wir uns in Markscheid dazu entschieden, den Zugriff auf das Darknet verpflichtend zu machen.”
T-T: “Das kann doch wahr sein. Alle möglichen Verbrechen werden im Darknet begangen.”
K-K: “Das ist Quatsch. Nur im realen Leben.”
T-T: “Aha. Das heißt, bei uns kann jeder Waffen, Drogen oder Nutten einfach so bestellen?”
K-K nickt: “Natürlich. Nur so kann die Qualität der angebotenen Ware sichergestellt werden.”
T-T: “Die Polizei überwacht also wahrscheinlich diese Einkäufe?”

Damit das Darknet voll zur Geltung kommt, sollte die Raumbeleuchtung grundsätzlich immer abgeschaltet werden

K-K: “Gott und Crohn-Corque bewahre! Wenn die Polizei nichts davon mitbekommt, muss sie ja auch nicht einschreiten. Dies reduziert deren Belastung und hübscht die Polizeistatistik auf.”
T-T: “Das klingt sehr logisch. Das heißt aber, dass ständig Gefährliches mit der Post verschickt wird.”
K-K: “Sicher nicht. Wir haben einen neuen Provider für diesen Versand eingekauft. Nur der Dark Paket Dienst beliefert die Kunden anonym mit allem, was sie wünschen.”
T-T: “Auch mit Sprengstoff?”
K-K: “Warum denn nicht? Die einzige Ausnahme, und darauf hat der Paketdienst bestanden, gilt für Pizzen von El und Fisch von SherlOt. Da ist die Gefahr für die Boten zu groß, sich schwerst zu vergiften. Deswegen müssen diese direkt ausgeliefert werden.”
T-T: “Also alles in allem mal wieder eine gründlich durchdachte politische Lösung, wie es sich für Markscheid gehört. Bitte nimm endlich die Hand von meinem Hinterteil.”

Leider musste an dieser Stelle das Interview abgebrochen werden, dafür funktioniert der Nachschub an berauschenden Substanzen einwandfrei!