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Eine Ehre für Markscheid: Die Verleihung des Lothars 2019

Veröffentlicht von Ambros Braesius am

Wir berichten von der diesjährigen Verleihung des Bundesförderpreises Lothar für die beste Medienproduktion.

Mit grosser Freude und stolzgeschwellter Brust konnte Edmund Blitzer (genannt „Edi Bleifuss“), unser Stadtrat für Brot und Spiele und andere unnütze Volksbelustigungen, mitteilen, dass der diesjährige bundesdeutsche Preis für die beste Medienproduktion, genannt „der Lothar“, an das Team der Markscheider Wetterwarte für ihre tägliche, immer wieder überraschende und spannende Präsentation des metereologischen Geschehens rund um und in Markscheid ging. Mit anderen Worten:
Der Wetterbericht im lokalen Fernsehen wurde preisgekrönt.
Stadtrat Blitzer führte in seiner längeren Laudatio, von der wir hier nur das Wichtigste wiedergeben, folgendes aus:
„Seit Jahren arbeitet unser Team mit Kreativität, Spontaneität und sogar … äh … was war das dritte? … (*in den Notizen herumkramend*) ja, egal! … Sie arbeiten daran, den Wetterbericht spannend, abwechslungsreich und humorvoll zu gestalten. Auch schlechtes Wetter, Hagelstürme, Hundstage und der Scheissfrost werden stets so präsentiert, dass alle ihre Freude daran haben. Endlich wurden die Bemühungen unserer Wetterfrösche mit dem Preis gekrönt, der Ihnen schon lange zugestanden hätte. Sie haben es geschafft, die Sendung so wechselhaft zu gestalten, dass der Zuschauer jeden Tag aufs Neue mit überraschenden Wendungen konfrontiert wird. Immer wieder sorgt das für Spass. Sicher sind Sie, verehrte Zuschauer, gerade in Markscheid schon öfters Passanten begegnet, die bei strahlendem Sonnenschein mit dem Regenschirm aus dem Haus gingen, oder bei minus 3 Grad in der Sommerbluse oder Badehose auf den Bus warteten. Auch mit Helm geschützte Passanten in der Fussgängerzone, dem angekündigten Hagel mutig entgegentretend, sind in Markscheid keine Seltenheit. Solche unterhaltsamen Begegnungen sind nicht zuletzt auf das unermüdliche Wirken unseres Teams zurückzuführen.

Hier ein Ausschnitt (Teilaspekt) aus dem Wetter vom 6.August 1986 um 17:00 Uhr. Es hätte aber auch um 17:15 Uhr sein können.

Aber zurück zum Preis:
Die Kriterien für die Verleihung waren folgende: Wie authentisch wird das Publikum begrüsst? Fällt die Begrüssung dem Thema der Sendung entsprechend aus?
Wie professionell sind die Aussagen der Moderatoren, verstehen auch die einfacheren Leute nicht, worum es eigentlich geht?
Sind die Darstellungen der dargestellten Sachverhalte farbig und einleuchtend? Wurden Diagramme und Pfeile kreativ in die Präsentation eingearbeitet?
Wirken die Moderatoren und Moderatorinnen nüchtern, gepflegt und kompetent? Ist der Sexappeal aller Geschlechter der Moderatorinnen, Moderatoren, Moderateure und Moderatösen ausreichend, aber nicht zu übertrieben vorhanden?
Wie glaubwürdig werden auch höchst unwahrscheinliche und unmögliche Facts präsentiert?

„In allen diesen Punkten hat das Team des Markscheider TV am meisten Punkte geholt und wurde so zum verdienten Sieger der diesjährigen Ausscheidung.“
Edi Bleifuss machte eine Kunstpause und schaute triumphierend ins andächtig lauschende Publikum.
„Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, aufgrund der hohen Beliebtheit des Markscheider Wetterberichts neue Formate zu unterstützen. So sollen mit den wichtigsten Videostreambetreibern bereits Verträge abgeschlossen worden sein. Ab nächstem Frühjahr wird eine Serie, bestehend aus 4 Staffeln mit jeweils 22 Episoden, ausgestrahlt werden unter dem vielversprechenden Titel: „Von der Sonne gedörrt, vom Winde verweht, im Nebel verfranzt“. Endlich wird die Geschichte des Markscheider Wetters verfilmt. Der berühmte Regisseur Karl Maria Sandstürmer konnte verpflichtet werden. Die Dreharbeiten am Rande des Fickwalder Forsts sind bereits im Gange und werden bei jeder Witterung fortgesetzt.
Dann soll Markscheid TV bereits einen extra Kanal eingerichtet haben, auf dem künftig alle Wetterberichte der letzten 5 Jahre in einer Endlosschlaufe angeschaut werden können.“