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Hilfe, mein Kind ist ein Spinat-Schwurbler!

Veröffentlicht von El Blindo am

Der Brief einer besorgten Mutter

Täglich erreichen die Redaktion dutzende von Mails und Briefen von Lesern aus dem ganzen Land. Nach Abzug aller Hassmails, Rechnungen, Mahnungen und Gerichtsvorladungen bleiben mitunter auch zwei, drei ganz interessante Nachrichten übrig, die wir nicht umgehend in die Papierkorb feuern. Hier der Brief einer der vielen Mütter, die Hilfe bei uns suchen und den wir unserer engagierten Leserschaft nicht vorenthalten wollen:

Liebe Redaktion,

unser Sohn Malte ist jetzt sieben Jahre alt und geht in die zweite Klasse der Beate-Crohn-Corque-Volksschule hier in Markscheid. Bisher hat er uns viel Freude bereitet und wir wünschen uns für ihn eine Karriere als Banker, wo man viel verdient, wenig Verantwortung hat und eine echte Autoritätsperson darstellt. Jetzt aber sehen wir dies in Gefahr und unseren Sohn auf Abwegen.

Paar Tage vor Weihnachten wollte ich unseren Malte, der gerade Schulferien hatte, mit einem leckeren Spinat zum Mittagessen überraschen. Mein Entsetzen war groß, als er den Teller mit angewidertem Gesichtsausdruck von sich geschoben hat und nichts essen wollte. Die unverschämte Rotzgöre hat sogar was von: „Mag ich nicht!“ gefaselt!

Liebe Redaktion, in den Krankenhäusern unseres Landes ist derzeit die Hölle los! Spinat hat einen hohen Eisenanteil und zahlreiche Vitamine, die der Körper dringend braucht, um das Immunsystem zu stärken und so langfristig auch die Krankenkassen zu entlasten. Das sagt ja auch die Wissenschaft. Haben wir nicht schon genug Schwurbler bei uns, die sich und andere verantwortungslos gefährden? Muss jetzt auch noch unser Sohn abdrehen und Gesundheitsminister Lauterbach ohne jeden Grund das Leben schwer machen?

Die Tränen einer Mutter. Was hat Frau Oberweser-Menzing nur falsch gemacht?

Mein Mann Werner ist auch ganz außer sich und droht Malte mit einer Spinatpflicht und der Polizei bei Nichtbefolgung. Er meint, er gehe doch nicht jeden Tag ins Büro, nur um einen Vitaminleugner und Spinatioten großzuziehen und ich kann ihn sooooo gut verstehen.

Liebe MamM, was soll ich nur tun, bevor mein Sohn Malte womöglich noch in die Fänge von rechtsradikalen Wissenschaftsfeinden gerät? Bitte, bitte helfen sie mir!

Carmen Oberweser-Menzing
Bumshagener Straße
Markscheid

Die MamM meint: Erstmal meinen wir gar nichts. Aber was denken sie, liebe Leser? Soll Frau Oberweser-Menzing ihren Sohn gleich zur Adoption freigeben oder es vielleicht noch einmal mit Zwangsernährung unter Aufsicht eines anerkannten Wissenschaftlers versuchen?