Macht Pompeji endlich platt!
NEAPEL / POMPEJI (dpoi) – Es ist der größte Infrastruktur-Skandal seit dem Berliner Flughafen, nur dass er schon zweitausend Jahre länger dauert. Wer heute die sogenannte „Weltkulturstadt“ am Fuße des Vesuvs besucht, erlebt eine handfeste Enttäuschung. Das angebliche historische Juwel entpuppt sich bei näherem Hinsehen als das, was es ist: Eine gigantische, schamlose Abzocke. Hier ist nichts, aber auch gar nichts fertiggestellt!
Wer genug Geld besitzt, um für diesen unfertigen Trümmerhaufen auch noch Eintritt zu bezahlen, erwartet zumindest eine funktionierende städtische Infrastruktur. Doch Fehlanzeige. Das „Straßennetz“ besteht aus grob zusammengeworfenen Steinbrocken, die man bestenfalls als „angelegt“ bezeichnen kann. Rollator-Fahrer und Kinderwagen-Schieber fluchen hier um die Wette.

Pompeji, die ewige Baustelle
Ein Blick auf den Stadtplan offenbart das ganze planerische Desaster:
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Keine Parkhäuser: Wo soll man bitte seinen SUV abstellen? Auf dem Forum?
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Kein ÖPNV: Keine U-Bahn, keine Tram, nicht mal ein E-Scooter-Verleih.
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Null Freizeitwert: Weit und breit kein einziger Skatepark für die Jugend.
Die Häuser und Tempel? Reine Investitionsruinen! Bei keinem einzigen Gebäude wurde das Dach fertiggestellt. Überall fehlt der Verputz, die Wände sind voller Risse, und die Säulen der Tempel stehen unfertig in der Gegend herum, als hätten die Bauarbeiter mitten in der Schicht einfach den Hammer fallen lassen. Kommentar eines frustrierten Besuchers: „Seit nunmehr 2000 Jahren pfuschen die Italiener an dieser Großbaustelle herum. Jedes Jahr fließen Millionen an Fördergeldern, und was bekommt man? Einen erbärmlichen Schutthaufen. Das ist kein Weltwunder, das ist organisierte Arbeitsverweigerung!“

Und weil hier nichts fertig wird, kann man als Tourist schon mal sauer sein
Man lockt und zockt Touristen gnadenlos ab, um ihnen ein unbewohnbares Rohbau-Viertel ohne Fußgängerzone zu präsentieren. Dieses Projekt ist offiziell gescheitert. Macht Pompeji endlich platt!