MamM-Reporter Uwe Schellmann wird mit der Bürgermedaille „Markscheid strahlt“ geehrt

Veröffentlicht von El Blindo am

Eine schöne Anerkennung für viele Jahrzehnte als Journalist im Dienste der Wahrheit: Unser langjähriger Mitarbeiter Uwe Schellmann wird heute aus der Hand der Bürgermeisterin im Rathaus die Bürgermedaille am langen Bande und mit Goldrand erhalten. Zu den Festgästen im Goldenen Saal der Stadt gehört neben zahlreichen Honoratioren auch die gesamte Fraktion der „DEPP“, die unser Markscheid seit vielen Jahren erfolgreich durch alle Krisen geführt hat.

Unser Mitarbeiter Hans Kerrmar hatte noch vor der Verleihung Gelegenheit, einige Worte mit dem geschätzten Kollegen Schellmann zu wechseln:

MamM: „Uwe, Du wirst heute für deine großartige Arbeit mit der Bürgermedaille Markscheids geehrt. Wie siehst du die Rolle des Journalismus in diesen schwierigen Zeiten?“

Uwe Schellmann: „Mehr denn je ist heute ein sauberer und auf Fairness basierender Berufsethos gefragt. Ein guter Journalist macht sich immer auch mit einer guten Sache gemein, davon bin ich mehr denn je überzeugt. Verantwortungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nehmen eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Gefüge ein und sollten daher auch darauf vertrauen können, daß die Medien sie gegen Angriffe eine unverantwortlichen Opposition schützen, die ihre Rolle häufig als Freifahrtschein für Kritik und Spott mißversteht und frech mißbraucht.“

MamM: „Als vor zwei Jahren unverantwortliche Korruptionsvorwürfe gegen die regierende DEPP und unsere Bürgermeisterin aufkamen, da konntest Du diese mit einer vielbeachteten Reportage eindrucksvoll widerlegen.“

Uwe Schellmann: „In diesen Beitrag habe ich auch viel Arbeit investiert. Zunächste habe ich eine volle Stunde lang mit der Bürgermeisterin über die Vorwürfe gesprochen. Übrigens eine ganz tolle Frau und unsere Unterhaltung wurde sehr persönlich. Wusstest du übrigens, daß wir beide zufällig ein Konto bei der gleichen Bank haben?“ (lächelt freundlich; Anmerkung der Redaktion)

Journalisten, die häufig verkannten Helden der Republik

MamM: „Ja Uwe, da habe auch ich mein Konto.“

Uwe Schellmann: „Jedenfalls konnte die Bürgermeisterin die Korruptionsvorwürfe schnell und recht eindrucksvoll widerlegen. Dann habe ich mir die Mühe gemacht und die Rathausopposition einmal genauer unter die Lupe genommen. Da haben sich dann wirklich Abgründe aufgetan, was ich in meinem Artikel auch schonungslos aufdecke. Vielleicht konnte nicht alles wie gewohnt belegt werden, aber unsere Leser haben natürlich ein Recht darauf, umfassend informiert zu werden, wenn auch nur der Schatten eines Verdachts auf die Gegner unserer Stadtregierung fällt. Und sprechen wir es ruhig offen aus, die Zeit verschrobener und schaler Neutralität ist schon lange vorbei, Journalismus sollte klar Stellung beziehen und so ein antiquiertes Berufsbild endlich hinter sich lassen.“

MamM: „Uwe, letzte Frage: Was wirst du jetzt mit der Bürgermedaille machen?“

Uwe Schellmann: „Wir Journalisten sind ja bekanntlich eher zurückhaltend und bescheiden …“

MamM (Hans Kerrmar nickt ernst): „Stimmt, völlig richtig.“

Uwe Schellmann: „Ich werde die Medaille also nicht öffentlich tragen, sondern in meiner Schreibtischschublade versenken, wo sie irgendwo zwischen meinem Fahrtenschwimmerabzeichen und der Auszeichnung vom früheren US-Präsidenten Richard Nixon für meine Reportagen über den Krieg in Vietnam landen wird. Da liegt sie richtig.“