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Vorfahrt gewähren im Oriongürtel: Wie die Flugschule Markscheid galaktische Bruchpiloten unterrichtet

Veröffentlicht von El Blindo am

MARKSCHEID (dpoi) –Die Unfallstatistik im intergalaktischen Flugverkehr der letzten Jahrzehnte ist verheerend. Von Roswell über Kecksburg bis San José de Valderas: Sobald außerirdische Lebensformen in die Erdatmosphäre eintreten, scheint das kosmische Navigationssystem kollektiv zu versagen. Die Flugschule „Himmelsstürmer Markscheid“ zieht nun die Reißleine und bietet ab dem kommenden Jahr die ersten „Integrationskurse für extraterrestrische Flugzeugführer“ an.

Flugschulleiter Klaus-Dieter Koslowski (58) erklärt die bahnbrechende Initiative bei einer Tasse Filterkaffee: „Wir können nicht mehr wegschauen. Da reisen diese Wesen Lichtjahre durch das Universum, beherrschen die Krümmung von Raum und Zeit, aber scheitern dann kapital an der Thermik oder der Hochspannungsleitung hinterm Aldi. Das ist doch peinlich.“

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Laut Koslowski liegt das Hauptproblem der Aliens in einer eklatanten Selbstüberschätzung und mangelnden Kenntnissen der hiesigen Luftverkehrsordnung.

  • Die Laser-Falle: Viele UFOs nutzen Quanten-Antriebe, die auf die hiesige Luftfeuchtigkeit sensibel reagieren.

  • Vorflugsregeln missachtet: „Nur weil man aus dem Orion-Gürtel kommt, hat man in Markscheid-Süd trotzdem kein Vorflugsrecht“, schimpft Fluglehrer-Legende Jochen „Skywalker“ Müller.

  • Mangelnde Parkdisziplin: Das unbefugte Landen in Kornkreisen wird von der Flugschule scharf kritisiert. „Das ist Sachbeschädigung und wildes Parken in einem. Wir bringen den Jungs jetzt erst einmal das rückwärts Einparken in eine reguläre Parkbucht bei.“

Die Flugschule hat ein modulares Kurssystem entwickelt, das exakt auf die Anatomie und Kultur der grauen und grünen Besucher abgestimmt ist.

Modul 1: „Die Theorie“

Hier lernen die Aliens die absoluten Basics. Was bedeutet das Schild „Landschaftsschutzgebiet“? Warum darf man Kühe nicht einfach mittels Traktorstrahl entführen (Stichwort: Viehverkehrsverordnung)? Und ganz wichtig: Wie verhalte ich mich, wenn mir die Flugsicherung in Frankfurt mit „Sie haben keine Landeerlaubnis, drehen Sie ab“ droht?

Modul 2: „Praxis im Simulator“

Um die Aliens von ihren hyper-empfindlichen Screens zu entwöhnen, werden sie in eine alte Cessna 172 gesetzt. „Wer keinen Choke ziehen kann, kriegt von mir keine Lizenz für die Milchstraße“, zeigt sich Koslowski unnachgiebig. Das größte Problem in der Praxis sei bisher die Bremsanlage. Aliens seien es gewohnt, per Antigravitation abrupt von 30.000 km/h auf Null abzubremsen. „Wenn die das mit einer Piper auf der Landebahn Markscheid-Nord versuchen, fressen die das Cockpit-Amaturenbrett. Und das tut den drei Stirnlappen weh.“

In der Flugschule lernt man für das ganze Berufsleben

Die ersten Absolventen gibt es bereits. Ein Wesen namens Zorblax-7 (das laut eigenen Angaben kein Geschlecht, aber ein ausgeprägtes Interesse an deutscher Bratwurst hat) bestand die Prüfung im dritten Anlauf. „Anfangs war es schwer“, übersetzt der Google-Interstellar-Translator die Klicklaute von Zorblax. „In meiner Heimat navigieren wir durch Telepathie. In Markscheid musste ich lernen, den Blinker rechts zu setzen, während ich gleichzeitig mit Tentakel 4 und 5 das Steuer halte. Aber der Prüfer war nett. Er hat weggesehen, als ich den Tower des Markscheider Flughafens mit meinem Plasmablasen-Werfer neutralisiert habe.“

Ganz reibungslos läuft es in Deutschland aber natürlich nie. Das größte Hindernis für die Flugschule ist aktuell noch das Luftfahrt-Bundesamt. Dieses weigert sich beharrlich, Führerscheine für Personen auszustellen, die keinen festen Wohnsitz auf der Erde nachweisen können. „Die wollen eine Meldebescheinigung aus dem Alpha-Centauri-System. Beglaubigt und auf Deutsch“, seufzt Koslowski. Aber er blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft: „Unser Ziel ist es, dass bis 2030 kein UFO mehr im Schwarzwald oder in Nevada zerschellt. Wenn die Menschheit schon kolonisiert wird, dann bitte ordnungsgemäß, mit gültiger Fluglizenz und nach den Richtlinien des TÜV.“