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Vorschau auf die Biennale Markscheid 2021 / Teil 3

Veröffentlicht von Anonymus I. am

Willkommen zu unserem dritten Vorab-Stadtrundgang auf der Jagd nach den versteckten kulturellen Schätzen der Biennale Markscheid 2021, auf  dem Sie uns wieder wie ein virtueller Indiana Jones begleiten dürfen.

Der Weg führt uns heute zuerst auf den Spielplatz der Ulrike-Meinhof-Kindertagesstätten, in deren Sandkiste der ägyptische Star-Bildhauer Anwar al-Kaput seine neueste spektakuläre Kreation, aufbauend auf die Traditionen der 4000jährigen Geschichte seines Volkes, errichtet hat. Wie man sagt, soll er mit 3000 Arbeitern über 20 Jahre an seiner Interpretation der legendären Pyramiden von Gizeh gearbeitet haben und das Ergebnis dieser Arbeit spricht für sich. Wer die majestätische Pracht seiner atemberaubenden Schöpfung nicht selber erlebt hat, der wird niemals von sich sagen können „Ich war dabei“. Der 78jährige Anwar al-Kaput befindet sich bereits wieder zur Fertigstellung seines nächsten Projekts in Ägypten. Dem Vernehmen nach arbeitet er nun an einer 1:1 Kopie des Assuan-Staudammes aus Kameldung:

Concept Art Objektgruppe „Gizeh“ (Stein auf Stein)

Neue Wege will das nordkoreanische Künstlerkollektiv „Sieg Unserem Glorreichen Führer, Dem Großen Marschall Kim Jong-Un“ beschreiten. Mit schon in der Heimat vom fleissigen Kinderhänden in Form geschliffenen Verbundsteinen aus Zement wollten sie eigentlich eine völkerverbindende Zugangsstraße zum Fickwalder Sumpf pflastern, leider sind alle Künstler nach nur drei Tagen spurlos desertiert. Dieses Werk wird wohl unvollendet bleiben.

Collage „Tod allen USA Imperialisten“ (Zementverbundsteine auf Schotterunterlage)

Unüberbrückbar scheinende Konflikte auf gewundenen Wegen durch Kunst zu überwinden, daß hat sich das im Spannungsfeld zwischen der Prä- und der Postmoderne agierende isrelisch-palästinensische Künstlerpaar Ari und Selima Eisenstein-Mohammed zum Ziel gesetzt. Die durch ihre Spontaneität und die Leichtigkeit der Ausführung beeindruckende Rezeption ihres auf der Biennale Markscheid am Markscheid-Schnellweg präsentierten Werks haben die Kunstkritiker bereits weltweit zu Begeisterungsstürmen hingerissen.

Skulptur „High Way To Heaven“ (Stahlbeton über gewalztem Asphalt)

Etwas ganz Besonderes haben sich die stets anonym und in Verkleidung auftretenden  Protagonisten des „Aktionskünstlerkomitees Ah-Ka-Ka“ einfallen lassen, deren Mitglieder schon seit Jahren unerkannt in allen Großstädten der Welt agieren und dort überall  als Beweis ihres Wirkens abstrakte Miniatur-Weichplastiken hinterlassen. Dabei ist ihr Schaffen in der Öffentlichkeit durchaus nicht unumstritten, das Spektrum der Meinungen reicht von der totalen Ablehnung ihrer Kleinplastiken bis hin zu begeisterten Sammlern, die mit Plastikbeuteln ausgerüstet umherlaufen um die kleinen Meisterwerke sofort einzutüten. Die Arbeiten des Ah-Ka-Ka- Komitees sind in Markscheid auf vielen Grünflächen und Gehwegen zu bewundern; halten Sie bei Ihrem nächsten Spazierganz einfach die Augen danach offen und erfreuen Sie sich an der unermüdlichen Kreativität der Künstler bei der Formgestaltung.

Kostümierter Ka-Ka Kreativer bei der Arbeit (Ka-Ka auf Gras oder auf Gehwegplatten aus Kunststein)

Wieder einmal sind wir auf unserem Streifzug durch die markscheider Kunstlandschaft am Ende angekommen. Begleiten Sie uns auch nächstes Mal wieder, wenn es heißt: „Kunst mal einen ausgeben!“