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Wilhelm Tusch – Die Sache mit den Würsten

Veröffentlicht von Herbert Schwaderlapp am

Ach, was muß man oft von bösen
Impfgegnern hören oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
welche Marx und Mumpitz hießen:

Die, anstatt durch weise Lehren
sich zum Impfen zu bekehren,
oftmals noch darüber lachten
und sich heimlich lustig machten.

Ach, das ist ein schlimmes Ding,
wie es Marx und Mumpitz ging!
Drum ist hier, was sie getrieben,
nicht gemalt, doch abgeschrieben.

Mancher gibt sich viele Müh,
mit der lieben Pandemie.
Einerseits der Viren wegen,
welche wir im Körper hegen.

Zweitens: Weil man dann und wann,
sich eine Impfung geben kann.
Drittens aber schluckt man auch
gern die Bratwurst in den Bauch.

Seht, da ist der Karl der Kluge,
wollt alle impfen, in einem Zuge.
Seiner Spritzen waren drei
und eine stolze Wurst dabei.

Marx und Mumpitz dachten nun:
Was ist hier jetzt wohl zu tun?
Die Spritzen kommen nicht in Frage,
kamen doch stündlich Wahrheiten zu Tage,
die Angst machen den beiden Knaben.
Doch an Bratwurst wollen sie sich trotzdem laben.

Sie sind dann schnell aufs Dach gekrochen,
als sie den Duft der Würste rochen.
Durch den Schornstein mit Vergnügen
sehen sie die Würste in der Pfanne liegen.

Wer liebt sie nicht, die Poesie und die Bratwurst?

Herr Karl holt sich vom Keller schnell ein Bier,
das ist nun einmal sein Pläsier.
Drum ist die Pfanne unbewacht,
hat er an Gauner nicht gedacht?

Unterdessen auf dem Dache,
ist man tätig bei der Sache.
Marx hat schon mit Vorbedacht
eine Angel mitgebracht.

Schwupdiwup! Da wird nach oben
schon eine Wurst heraufgehoben.
Schwupdiwup! Jetzt Nummer zwei.
Schwupdiwup! Jetzt Nummer drei.

Marx und Mumpitz essen alle,
wittern nicht einmal die Falle.
Und vom ganzen Impfungsschmaus,
guckt nicht mal ein Zipfel raus.

Und die Moral von der Geschicht,
zuletzt gelacht haben sie nicht.
Verschmitzt lächelt Herr Karl hinaus:
Natürlich war geimpft der Schmaus.