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Exotic dreams, das neue Sternerestaurant

Veröffentlicht von Ambros Braesius am

Eine neue kulinarische Attraktivität mischt die Markscheider Gastroszene auf. Über viele Jahre haben wir uns und unsere Mägen nun  an El Blindos hervorragende Pizzakünste gewöhnt und immer noch gibt es einige mehr oder weniger überlebende und unverwüstliche Stammgäste. Und auch die Fischbude von Sherlot mit den gut abgehangenen Fischprodukten hat die Gaumen verwöhnt und die Mägen zum Rotieren gebracht ob der exquisiten olfaktorischen Versprechungen, die seine Fischgerichte verströmen. Aber  nun gibt es einen ernsthaften Konkurrenten am Markscheider Sternehimmel, der den anwesenden Platzhirschen das Publikum streitig macht.

Nach einer ausgedehnten Asienreise hatte Sepp Krautmoser eine geniale Geschäftsidee: Er wird einige der zuvor genossenen Köstlichkeiten der asiatischen Küche nach Markscheid bringen.

Nach einer leichten kosmetischen Operation und einer Namensänderung wurde er zum chinesisch-indischen Sternekoch Wäh Pfui-Dahinder.  Endlich hat er nun im Rahmen der letzten kriegsbedingten Einwanderungswelle für seine neue Identität ein Aufenthalts- und Arbeitsvisum erhalten (wegen Authentizität). Als Sepp Krautmoser hätte er in Markscheid wohl lange auf eine Bewilligung für ein asiatisches Restaurant gewartet. Zunächst hatte er belegen müssen, eine Grossmutter gehabt zu haben, die während der Opiumkriege nach Odessa ausgewandert war. Danach lief es glatt. Er durfte die Grossmutter (96) gleich mitbringen; sie wird künftig in der Küche beratend mitwirken. Sie heisst jetzt Gunathilake Mulu Thirugnanasampanthamoorthy, vormals Klara-Gunhild Krautmoser.

Aber zum neuen gastronomischen Brennpunkt Markscheids:

Wäh Pfui-Dahinders gemütliches Restaurant mit Take-away („Nimm das weg“)* befindet sich an der Kanalgasse 5 neben der Kläranlage. Das Lokal ist etwas unkonventionell mit Mobiliar aus dem städtischen Brockenhaus liebevoll zusammengestellt. Wäh Pfui-Dahinder versicherte uns, die unterschiedlichen Sitzhöhen der Stühle und Fauteuils seien exakt auf die Bedürfnisse von Familien ausgelegt, deren Mitglieder ja auch nie gleich gross und breit seien, so könne sich jeder und jede eine Sitzgelegenheit nach seinem Gusto aussuchen. Die dezente Beleuchtung im mittelalterlichen Nostalgiestil besteht aus einigen geschickt platzierten Unschlittkerzen, die neben der gedämpften Beleuchtung auch einen heimeligen Duft verströmen, der sich sehr schön ins Ambiente des Restaurants einfügt.

Aber die wichtigste Attraktion ist natürlich die Speisekarte bzw. die Küche. Hier hat sich der Sternekoch nicht lumpen lassen und möchte mit den besten Menus aus einschlägigen Reisedestinationen die Gäste verwöhnen. Wir stellen vorab einige Highlights (Höhenlichter)* hier vor, wollen aber nicht die Überraschung spoilern (verwöhnen)* und beschränken uns auf wenige Gerichte:

Das ist Clothilde. Sie möchte aber lieber nicht gekocht werden

  • Malaysische Essspinnen (300-500gr) in den Varianten: frittiert, gekocht oder eingelegt in verschiedenen Geschmacksrichtungen, süss-sauer, scharf, Curry oder zum Zuzzeln mit bayrischem süssen Senf.
  • Rattenschwänze vom Grill, gekraust oder geglättet, auch wieder in den oben erwähnten Zubereitungsvarianten und Geschmacksrichtungen.
  • Seegurken auf Algenfeuer getrocknet als Nachspeise oder als Snacks für zwischendurch.
  • Karamelisierte Krokodilshoden im leicht angerösteten Känguruhbeutel nach Kopfjägerart.
  • Dazu eine erlesene Weinkarte mit köstlichen, indischen Roséweinen, mit oder ohne Jasmingeschmack.

Wir sehen, es ist für jede Feinschmeckerin, für jeden Geniesser etwas da. Die Redaktion der MamM wird nächstens ein Testessen wagen und ziemlich sicher vermutlich anschliessend darüber berichten.

Aber vorab wünscht die Redaktion der MamM den beiden Jungunternehmern einen guten Start und freut sich auf die Bereicherung der Markscheider Gastronomie!

*englische Übersetzungen von Alois Winklhuber von der Firma pöbligg rileyschons and ädwörteisment GmbH