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In Markscheid entsteht Spitzentechnologie auf Weltniveau:

Veröffentlicht von El Blindo am

Aus der Bumshagener Straße direkt zum Mond

Ein kleines, unscheinbares Häuschen mit Garten am Ende der Bumshagener Straße. Hier wohnt Erwin Scharowski (76) und hier wird womöglich gerade Weltgeschichte geschrieben. Denn im Gewächshaus des Anwesens entsteht unter den geschickten Händen des früheren Schuhverkäufers ein technisches Wunderwerk, welches die Raumfahrt revolutionieren könnte: Der „Markscheid Moon Lander”, kurz MML.

Die MamM hat den „Markscheider Wernher von Braun” besucht:

MamM: „Herr Scharowski, es ist ja gar nicht so leicht, sie überhaupt zu finden. Andere Pioniere der Raumfahrt operieren von Cape Canaveral oder Baikonur aus, sie ziehen es vor, ihren Moon Lander in aller Stille im heimischen Garten und ganz allein zusammenzubauen. Warum, wenn ich fragen darf?”

Erwin Scharowski: „Ach wissen sie, natürlich habe ich viele Neider. Russen, Amis und Chinesen verfolgen jeden meiner Schritte, um sich einen technologischen Vorsprung beim Wettlauf um den Mond zu verschaffen. Da heißt es vorsichtig sein. Neulich erst habe ich am späten Abend einen verdächtigen Asiaten hier herumschleichen sehen, der zur Tarnung eine Pizzaschachtel dabei hatte und sie wie zufällig einem Nachbarn an der Haustür schräg gegenüber in die Hand gedrückt hat. Clever gemacht, aber davon lasse ich mich natürlich nicht täuschen.”

MamM: „Ihr Moon Lander hat ja auf der ersten Blick eine etwas ungewöhnliche Form für ein Raumfahrzeug und die Farbgebung ist gleichfalls überraschend. Können sie unseren Lesern dazu etwas mitteilen?”

Erwin Scharowski: „Die schlanke, ästhetische Form habe ich gewählt, damit mein Lander leichter durch die Ringe des Mondes schlüpfen kann. Es handelt sich da ja um eine große Anzahl von ringförmig um den Planeten angeordnete Gesteins- und Eisbrocken, durch die man ja erstmal unbeschadet fliegen muß, um die Mondoberfläche zu erreichen, wissen sie?

Der „Markscheid Moon Lander” wartet im Gewächshaus in der Bumshagener Straße auf seine erste Mission

Die Farbgebung des Gerätes ist dem Umstand zuzuschreiben, daß hier erstmals eine völlig neue und von mir erdachte Hitzeschutzpaste auf den Körper aufgetragen wurde. Auf dem Mond kann es bekanntlich an schlechten Tagen zwischen 600 und 800 Grad heiß werden. Da muß man schon aufpassen, daß da nichts schmilzt. Und außerdem geht es natürlich immer auch um Schutz vor dem rötlich gefärbten Staub da oben. Schließlich nennt man den Mond ja nicht umsonst auch den roten Planeten.”

MamM: „Letzte Frage, Herr Scharowski: Wie haben sie sich eigentlich auf eine so schwierige Aufgabe wie den Bau eines Raumfahrgerätes vorbereitet? Alles Selbststudium oder hatten sie Hilfe?”

Erwin Scharowski: „Ich bin wohl das, was man in der Wissenschaft als einen Autodidackel bezeichnet. Natürlich habe ich jedes verfügbare Buch über die ganzen Apollon-Missionen und das Leben von Louis Armstrong gelesen. Zahlreiche Dokumentation im Fernsehen auf ARTE oder RTL II wie: „Bring me to the moon” oder „Raumschiff Orion” runden meine solide Wissensgrundlage ab.”

MamM: „Dann noch viel Erfolg, Herr Scharowski. Oder wie ihr Raumpioniere sagt …”

Erwin Scharowski: „… Ahoi!”