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Retagebauisierung in Sachsen

Veröffentlicht von Hans Wurst am

Düstere Wolken am sächsischen Tourismushimmel! Wie MamM aus gutinformierten Kreisen erfuhr, gibt es im unter der Leitung von Herrn Habeck stehenden Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz Pläne für eine schon in Kürze erfolgende Trockenlegung sowohl des Leipziger, als auch des Lausitzer Seenlandes. In den letzten Jahrzehnten entstanden dort nach der Renaturisierung ehemaliger Kohletagebaue zwar wunderbare Seenlandschaften mit umfangreicher touristischer Infrastruktur, welche der Erholung der einheimischen Bevölkerung und dem Bedürfnissen Reisender aus nah und fern dienten. Doch jetzt haben sich die Prioritäten geändert …

Wo heute noch Menschen in der Sonne liegen, kleine Kinder im Wasser plantschen und sich junggebliebene Damen beim Stand-Up-Paddling austoben, könnte also bald wieder Industrielärm durch die staubgeschwängerten Lüfte schwirren.

In Anbetracht der derzeitigen Energiekrise aufgrund des Ukrainekonflikts liegt es nahe, auf verbleibende einheimische Ressourcen umzuschwenken, heißt es aus dem Ministerium. Zustimmung gibt es auch von der (zwar grundsätzlich prorussisch eingestellten) sächsischen Landesregierung, sieht man hier doch einer erheblichen Einnahmequelle entgegen.

Die kurzfristig erfolgende Trockenlegung wird die Trockenheit in vielen Bereichen Brandenburgs und Sachsen-Anhalts vermindern und so die aktuell hohe Waldbrandgefahr wirkungsvoll eindämmen.

Die Retagebauisierung Sachsens kann zeitnah erfolgen, da schon seit der temporären Stilllegung der Tagebaue Notfallpläne existierten, welche die zügige Wiederaufnahme des Förderbetriebs sicherstellen. So wurde die riesige Fördertechnik der Tagebaue nicht verschrottet, sondern in Technikparks zur vorübergehenden touristischen Nutzung aufbewahrt. Auch die Brikettfabrik in Knappenrode wurde nicht etwa abgerissen, sondern im Ganzen als sogenanntes Industriemuseum in einem Zustand gehalten, welcher eine schnelle Inbetriebnahme sicherstellt. Für den Bau weiterer Kohlevergasungsanlagen stehen Fördermittel bereit, welche in Kürze abgerufen werden können.

Wer braucht schon einen Badesee, wenn er auch Kohle haben kann?

Laut den bisher vorliegenden Plänen soll im Bedarfsfall eine großflächige Erweiterung der bisherigen Tagebauflächen möglich sein. Nach Ende der Kohleförderung soll Europas größtes Binnenmeer im Dreieck Leipzig, Hoyerswerda und dem thüringischen Altenburg entstehen.

Eine Vielzahl der bisher entstandenen Gastronomieeinrichtungen am Rande der bisherigen Seen soll dabei zunächst bestehen bleiben und währenddessen eine Aussicht auf das tägliche Schaffen der Werktätigen im Tagebau bieten.

Die Energiesicherheit Deutschlands und günstige Preise für die Endverbraucher in unserem Land sind durch dieses Projekt nach den derzeitigen Planungen für die nächsten 50 Jahre sichergestellt.

Die MamM wünscht viel Erfolg!