Weiterlesen" /> Weiterlesen" /> ?>

Werner (58) revolutioniert die Quantenphysik

Veröffentlicht von El Blindo am

Markscheid (dpoi) – Die Wissenschaftswelt bebt, und das Epizentrum liegt mal wieder in der Einliegerwohnung von Werner H. (58). Nachdem er letzte Woche im Vorbeigehen den Nahostkonflikt mit einem Dreizeiler unter einem Facebook-Post befriedet hat, knöpft sich der selbsternannte „Doktor der Logik“ nun das nächste Leichtgewicht vor: Die Quantenmechanik.

Bewaffnet mit einer Flasche Malzbier und seinem treuen, leicht rissigen Tablet, hat Werner das geschafft, woran Einstein, Heisenberg und Bohr kläglich scheiterten. In der Kommentarspalte der Fachzeitschrift „Nature“ (die Werner für eine Gartenzeitschrift hielt) hinterließ er den entscheidenden Hinweis zur Vereinheitlichung aller physikalischen Grundkräfte.

„Das Problem bei diesen Physikern ist doch, dass die studiert haben“, erklärt Werner, während er mit dem Zeigefinger eine dicke Staubschicht von seinem Globus wischt. „Die machen alles so kompliziert mit ihren griechischen Buchstaben. Dabei ist die Quantenwelt wie meine Garage: Wenn man nicht hinguckt, herrscht Chaos, und wenn man aufräumt, findet man die Schraube trotzdem nicht. Das nennt man dann eben Superposition, oder wie die Heinis sagen.“

Werner ist ein wandelndes Kompetenzzentrum

Werners revolutionärer Ansatz besticht durch seine bodenständige Radikalität. Hier die Kernpunkte seiner neuen Theorie:

  • Die Unschärferelation: Laut Werner ist es völlig egal, wo ein Elektron ist und wie schnell es sich bewegt. „Hauptsache, es ist pünktlich zum Abendessen in der Leitung. Wer misst, misst Mist.“

  • Verschränkung: Für Werner keine spukhafte Fernwirkung, sondern reine Beziehungsdynamik. „Verschränkt ist meine Frau auch immer, wenn ich zu spät aus der Kneipe komme. Da schwingt die Wut sofort über, egal wie weit ich weg bin. Das ist reine Energieübertragung!“

  • Der Teilchen-Welle-Dualismus: „Das ist wie beim Bier“, doziert Werner. „In der Flasche ist es ein Teilchen (die Pulle), im Glas wird’s zur Welle. Man muss es einfach nur austrinken, dann ist das Problem gelöst.“

In Genf herrscht helle Aufregung. Die Forscher am CERN überlegen ernsthaft, den 27 Kilometer langen Teilchenbeschleuniger einzumotten. Werner hatte nämlich angemerkt, dass man Protonen viel effizienter zusammenstoßen lassen könne, wenn man sie einfach in eine alte Waschmaschine im Schleudergang (1400 Touren) wirft. „Das spart Strom und macht auch ordentlich Bums“, so der Visionär.

Während Nobelpreisträger noch über die Stringtheorie grübeln, ist Werner schon drei Schritte weiter. Er arbeitet bereits an der „Weltformel für die perfekte Grilltemperatur“. Sein Geheimnis? „Man muss einfach mal die Kirche im Dorf lassen und die Kohle ordentlich durchglühen.“

Die Fachwelt wartet nun gespannt auf Werners nächsten Geniestreich. Gerüchten zufolge will er sich morgen Vormittag – direkt nach dem Lüften – um das Rätsel der dunklen Materie kümmern. Sein erster Verdacht: „Das ist wahrscheinlich nur der Dreck unterm Sofa, den meine Frau seit Jahren ignoriert.“